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- 30. Oktober 2007 1 Min.
Hamburg - Der CDU-Senat will den Standort der Aids-Beratungsstelle am Bernhard-Nocht-Institut (BNI) aufgeben. Dies geht aus der Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der SPD-Abgeordneten Tanja Bestmann und Lutz Kretschmann-Johannsen hervor. Im Jahr 2008 soll die Einrichtung mit der Zentralen Beratungsstelle für sexuell übertragbare Krankheiten (ZB) zusammengelegt werden.
Bestmann kritisierte die Entscheidung als falsch und forderte den Senat auf, kurzfristig sein Konzept für das neue Angebot vorzulegen. Es müsse sichergestellt sein, dass das neue Angebot ebenso gut wahrgenommen wird, wie die bisherigen Angebote. "Es darf gar nicht erst der Eindruck entstehen, es gebe Entspannung bei der Frage sexuell übertragbarer Krankheiten", sagte die Gesundheitsexpertin. Sie kritisierte gleichzeitig die schlechte Personalausstattung an den Beratungsstellen. An beiden genannten Einrichtungen sei derzeit jeweils eine Stelle nicht besetzt, zudem seien bereits in den vergangenen Jahren Planstellen gestrichen worden. Engpässe seien die Folge, denn beide Einrichtungen seien in Bezug auf die kostenlosen und anonymen HIV-Tests mehr als ausgelastet. "Es kommt bereits zu längeren Wartezeiten und Verweisen auf kostenpflichtige Angebote", sagte Bestmann.
Wie das Robert-Koch-Institut vergangenen Monat mitteilte, hat sich die Zahl der HIV-Neudiagnosen unter schwulen Männern im ersten Halbjahr 2007 um fünf Prozent erhöht (queer.de berichtete). (pm)















Es passt doch ins konservative Weltbild nach und nach solche Einrichtungen zu schließen, denn von man die Probleme nicht sieht, gibt es sie auch nicht...
Das finden doch bestimmt auch die schwulen CDU-Wähler toll, oder?
Endlich so schön angepasst sein und so schön normal und Wertekonservativ....