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- 02. November 2007 1 Min.
Dublin (queer.de) - Der irische Justizminister hat angekündigt, Eingetragene Partnerschaften ab März 2008 einführen zu wollen. Brian Lenihan von der Mitte-Rechts-Partei Fianna Fáil erklärte aber auch, dass wegen des besonderen Schutzes der Ehe in der irischen Verfassung Schwule und Lesben auch in Zukunft nicht heiraten dürften. Zuvor haben die Grünen, mit denen Fianna Fáil eine Koalitionsregierung bildet, ultimativ ein Gesetz zur Homo-Ehe gefordert. Lenihan machte noch keine Angaben darüber, ob die Eingetragenen Partnerschaften die gleichen Rechte und Pflichten erhalten wie bei der Ehe.
Anfang des Jahres hat Fianna Fáil noch einen Gesetzentwurf der oppositionellen Labour-Partei zur Einführung von "Civil Unions" abgelehnt (queer.de berichtete). Damals erklärte die Partei, das Gesetz sei verfassungswidrig, weil darin die Ehe 1:1 kopiert worden sei. Den selben Entwurf hat die Labour-Partei Anfang der Woche erneut eingebracht, Fianna Fáil will ihn aber erneut ablehnen.
In der Republik Irland ist Homosexualität erst 1993 legalisiert worden. Einer aktuellen Umfrage zufolge befürworten 84 Prozent der Iren die staatliche Anerkennung von Homo-Paaren. In der zu Großbritannien gehörenden Provinz Nordirland gibt es Eingetragene Partnerschaften mit gleichen Rechten und Pflichten bereits seit 2005. (dk)















wow, in einem katholichen und doch eher konservativen land. repekt.