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- 06. November 2007 2 Min.
Im Riesen-Airbus A380 von Simgapore Airlines gibt es zwölf Doppelbett-Kabinen – diese dürfen aber nicht wie heimische Matratzen genutzt werden.
Von Dennis Klein
Ende Oktober absolvierte der A380 seinen Jungfernflug mit Singapore Airlines von deren Heimatflughafen nach Sydney. 525 Passagiere finden in dem Riesen Platz – und damit mehr als in Captain Kirks heimeligen Raumschiff Enterprise. Die Fluggesellschaft Singapurs hat die Freude an der schönen neuen Flugwelt allerdings erheblich getrübt: Sex ist auch im Super-Airbus tabu. "Alles, was wir von unseren Kunden verlangen, ist, dass sie sich auf unserem Flug so verhalten, dass andere Passagiere oder Crewmitglieder keinen Anstoß daran nehmen", erklärte eine Sprecherin.
Denn so privat sind die Kabinen nicht. Die Suiten haben zwar Türen, die Wände sind allerdings nicht schalldicht. Allzu offensive Sex-Spielchen dürften so selbst bei stetig-lautem Flugwind den Nachbarn nicht entgehen. Immerhin kann man sein "Do Not Disturb"-Schild an die Tür hängen – und so ein allzu forsches Eintreten der Stewardess verhindern. Ein weiteres Problem: Die Wände gehen nicht einmal bis an die Decke, so dass Neugierige theoretisch den Bewohnern der Kuschelecke zuschauen können (was natürlich auch streng verboten ist).
Auf dem Jungfernflug sorgte das flugs für Aufregung: "Sie verkaufen einem ein Doppelbett, geben Privatsphäre und Champagner ohne Ende – und dann verbieten sie einem das, was ganz sich selbstverständlich ergibt?", fragte ein entnervter australischer Fluggast in der Londoner "Times".
13 weitere Fluglinien haben den Super-Airbus bislang geordert. Sie haben sich noch nicht auf Sex-Regeln festgelegt, könnten aber ähnlich restriktiv verfahren wie die Asiaten.
Dennoch: Seit Einführung der Flugzeug-Toilette ist Sex auf Langstreckenflügen eine Tatsache. Mit der nötigen Diskretion dürfte wohl dem Schäferstündchen auch im A380 nichts im Wege stehen. Immerhin sollen es in der Vergangenheit selbst Passagiere der engen Economy-Class hinbekommen haben, durch Handarbeit sexuelle Bedürfnisse zu befriedigen.
Außerdem erhält man im Doppelbett, das natürlich nicht zu den billigsten Plätzen gehört, ein luxuriös-amouröses Genießer-Menü und alkoholische Getränke satt. Und was einem nach ein paar Gläsern perlenden Edel-Sektes für Gedanken kommen, weiß wohl jeder. Prost!
6. November 2007
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