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Einzelkommentar zu:
US-Kongress beschließt Homo-Rechte


#15 KimAnonym
  • 10.11.2007, 22:53h
  • Dass hier die Rechte transsexueller Menschen (wieder einmal) ausgeklammert wurden, ist schlimm, da es zeigt, dass die Mehrheit der Menschen - scheinbar auch in den Köpfen vieler Lesben- und Schwulenvertreter/-innen - noch nicht verstanden hat, dass es z.B. Frauen gibt, die mit einem Penis geboren werden. Immer noch wird die These John Moneys aufrecht erhalten, Geschlechtsidentität wäre eine Sache der Erziehung, oder etwa der "Wunsch dem Gegengeschlecht" anzugehören (laut ICD und Aussage auch deutscher sexualwissenschaftlicher Institute wie der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung). Insofern sind die Rechte transsexueller Menschen auf einem Stand, an dem sich die Homosexuellenrechte noch in den 60er Jahren befunden haben, als Homosexualität noch als "sexuelle Orientierungsstörung" betitelt war und öffentliches Schwulsein unter Strafe stand. Vergleichbar (für transsexuelle Menschen) damit ist heute das Transsexuellengesetz (TSG) und die Formulierung "Geschlechtsidentitätsstörung", die beispielsweise eine gebürtige transsexuelle Frau (deren körperlichen Merkmale sich stellenweise entgegen des Geburtsgeschlechtes entwickelt haben) zu einem Mann erklären, der eine psychische Störung hat. Ja, es gibt Frauen, die mit einem Penis geboren werden - genauso wie es Menschen gibt, die männlich geboren werden und trotzdem Männer lieben.

    Es wird Zeit, dass hier Schwule erkennen, dass transsexuellen Menschen zur Zeit das wiederfährt, was Schwulen und Lesben vor 50 Jahren noch wiederfahren ist, als Menschen meinten "Homosexualität gibt es nicht" und wäre widernatürlich. Homosexualität ist ebenso wenig widernatürlich wie angeborene Transsexualität - einer körperlichen Abweichung zum Geburtsgeschlecht.

    Scheinbar wiederholt sich Geschichte doch - es wäre nur schön, wenn die öffentlichen Vetreter der Lesben- und Schwulenrechte sich daran einmal erinnern würden.
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