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- 13. November 2007 2 Min.
London (queer.de) - Bei einer Londoner Friedenskonferenz im Mai hat ein hochrangiger iranischer Politiker im Gespräch mit britischen Abgeordneten gesagt, dass Schwule Folter und Hinrichtung verdienen würden. Das berichtet die Tageszeitung "Times". Demnach hat der Parlamentsabgeordnete Mohsen Jachjawi erklärt, dass Schwule zum Schutz der Bevölkerung getötet werden müssen. Jachjawi ist Mitglied des einflussreichen Energieausschusses im iranischen Parlament.
"Nach islamischem Recht ist Homosexualität ein schweres Verbrechen", erklärte Jachjawi laut Sitzungsprotokoll. "Homosexualität ist ein schweres Verbrechen gegen die Gesetze der Natur. Es ist Teil der menschlichen Natur, sich fortzupflanzen. Homosexuelle pflanzen sich aber nicht fort". Daraufhin schränkte der Politiker ein: "Eigentlich haben wir gegen diese Art des Verhaltens keine Bedenken, so lange sie hinter verschlossenen Türen stattfindet. Aber diejenigen, die das auf eine öffentliche Art und Weise tun, müssen getötet werden." Das Protokoll merkt an, dass Jachjawi ursprünglich sagte, Homosexuelle müssten "gefoltert" werden – er korrigierte sich aber gleich.
Jachjawi ist der bislang hochrangigste Politiker der Islamischen Republik, der die Todesstrafe auf Homosexualität bekanntermaßen verteidigt hat. Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte erst im September bei einem Vortrag in New York den Iran für "schwulenfrei" erklärt (queer.de berichtete).
Das Protokoll wurde der "Times" von den britischen Behörden ausgehändigt. Die Zeitung hatte es unter Berufung auf das "Gesetz über die Auskunftspflicht öffentlicher Einrichtungen" angefragt. (dk)














