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- 16. November 2007 1 Min.
New York (queer.de) - Der oberste Richter des Iran hat das Todesurteil gegen den wegen gleichgeschlechtlichem Sex verurteilten Makwan Moloudzadeh aufgehoben und eine niedere Instanz damit beauftragt, den Prozess neu aufzurollen. Wie die International Gay and Lesbian Human Rights Commission (IGLHRC) berichtet, hat Richter Ajatollah Seyed Mahmoud Hashemi Shahrudi entschieden, dass die Art, wie die Verurteilung zustande kam, gegen islamische Gesetze verstoße. Dem jetzt 21-jährigen Moloudzadeh war zur Last gelegt worden, dass er im Alter von 13 Jahren mit einem gleichaltrigen Jungen sexuelle Kontakte hatte.
Nach Angaben der IGLHRC überprüft der Iran zum ersten Mal ein bereits gefälltes Todesurteil gegen einen wegen Homosexualität verurteilten Mann. "Das ist ein großer Sieg für die Menschenrechte und eine Erinnerung daran, wie wirkungsvoll globaler Protest ist", erklärte Paula Ettelbrich von der IGLHRC. Die Gruppe hatte zuvor gemeinsam mit Amnesty International und anderen Menschenrechtsorganisationen eine weltweite Protestaktion gegen die geplante Hinrichtung gestartet (queer.de berichtete).
Der Prozess war voller Unregelmäßigkeiten. So haben alle scheinbaren Belastungszeugen ihre Aussage später widerrufen.
Moloudzadeh bleibt trotz der Aufhebung des Urteils im Gefängnis. Ein örtliches Gericht soll nun das Verfahren neu aufrollen. (dk)














