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  • 26. November 2007 11 1 Min.

Warschau (queer.de) - Die neue Regierung unter Führung der rechtsliberalen Bürgerplattform hat angekündigt, bei der Ratifizierung des EU-Reformvertrages die Charta der Grund- und Bürgerrechte auszuklammern. Der konservative Präsident Lech Kaczynski hatte gedroht, gegen die Ratifizierung des EU-Reformvertrages sein Veto einzulegen - da Ministerpräsident Donald Tusk im Parlament nicht über eine Zweidrittelmehrheit im Parlament verfügt, kann er das Veto nicht überstimmen lassen. Noch im Wahlkampf hatte Tusk versprochen, die Charta zu unterzeichnen. Homo-Gruppen sprechen nun von "Betrug".

Kirche: Lobbyarbeit gegen Charta

Auf einer Vollversammlung im südpolnischen Tschenstochau hatten sich erst am Freitag die katholischen Bischöfe Polens gegen die EU-Grundrechtecharta ausgesprochen. Sie kritisierten dabei insbesondere Artikel 21, der besagt, dass Diskriminierung aufgrund von sexueller Ausrichtung verboten ist. Dabei könne die katholische Kirche Homo-Partnerschaften nicht tolerieren, so die Bischöfe. Ein Katholik habe "keine Achtung für Fehler, Sünden und Schwäche", erklärte Henryk Muszynski, der Erzbischof von Gnesen laut polnischen Medienberichten. Außerdem fehle in der EU-Charta der Bezug zum christlichen Gott und ein Abtreibungsverbot.

2009 soll die Grundrechtecharta in den übrigen Staaten der EU – mit Ausnahme des traditionell euroskeptischen Grobritannien – verbindlich werden. (dk)

aktualisiert um 18:00 Uhr

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#1 gerdAnonym
  • 26.11.2007, 12:59h
  • Polen wird den Reformvertrag unterzeichnen; das ist ein sehr gutes Signal für die EU. Gut das Donald Tusk und nicht mehr Kacynski regiert.

    Was die katholische Kirchenleitung angeht, so gelten gerade die meisten katholischen Bischöfe als eher reaktionär...nur wenige katholische Bischöfe sind zu finden, die einen anderen Umgang mit homosexuellen Paaren fordern. Viel könnten die katholischen Bischöfe beispielsweise von den deutschen lutherischen Bischöfe/Präses in der EKD lernen, wenn es um das Thema ''Anerkennung homosexueller Paare" geht.

    Die katholische Kirchenleitung in Polen und Rom befindet sich größtenteils in einer geistigen Sackgasse, wenn es um Themen wie Sexualmorallehre/Pflichtzölibat/ Frauenordination/Kondome geht. Sehr bedauerlich, denn hierdurch werden immer weniger studierte Menschen bereit sein, das katholische Priesteramt in westlichen Industriestaaten zu ergreifen und dann ist halt kein Priester mehr vor Ort in den katholischen Dorfkirchengemeinden.
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#2 FredAnonym
  • 26.11.2007, 13:24h
  • über die pfeiffen der kathol. kirche brauch man gar nicht zu reden, ihre erz-konservative einstellung ist bekannt, ab und zu gibt es zwar lichtblicke in westeuropa bei denen, aber das war es dann schon.

    schön ist jedenfalls dass die liberal-konservative bürgerplattform am ruder ist und nicht mehr der nationalreligöse spinner.
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#3 SvenAnonym
  • 26.11.2007, 13:24h
  • Seine Aussage zeigt auch, das Katholiken keine Christen sind:

    Ein Katholik habe "keine Achtung für Fehler, Sünden und Schwäche", erklärte Henryk Muszynski

    Komisch, bei Jesus sah das aber eher gegensätzlich aus. Er hat sich um die Schwachen und die Sünder gekümmert und niemanden für seine Fehler bestraft.
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