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- 30. November 2007 1 Min.
Montevideo (queer.de) - Als erster südamerikanischer Staat führt Uruguay landesweit Eingetragene Partnerschaften ein. Der Kongress hat gestern ein Gesetz beschlossen, das es sowohl verschieden- als auch gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt, ihre Beziehung registrieren zu lassen. Zuvor hatte schon der Senat einen ähnlichen Entwurf gebilligt. Ein Vermittlungsausschuss muss nun die beiden Gesetzentwürfe in Einklang bringen – was von Beobachtern nur als Formsache angesehen wird. Eingetragene Partnerschaften könnten dann schon Ende Dezember geschlossen werden. Mit dem Beschluss löste die neue Mitte-links-Regierung ein Wahlversprechen ein.
Voraussetzung für eine Registrierung ist, dass das Paar mindestens fünf Jahre zusammengelebt hat. Es erhält dann die selben Rechte wie Ehe-Paare in Bezug auf das Renten- und Erbrecht sowie bei Kindererziehung.
Uruguay ist ein kleines Land mit 3,5 Millionen zwischen Brasilien und Argentinien. In Lateinamerika haben bislang die argentinische Provinz Río Negro, die Stadt Buenos Aires, der brasilianische Staat Rio Grande do Sul sowie Mexiko-Stadt und der mexikanische Bundesstaat Coahuila Eingetragene Partnerschaften anerkannt.
Die Ehe ist in Lateinamerika für Homo-Paare nach wie vor tabu. Nur in Nordamerika (Kanada und im US-Bundesstaat Massachusetts) dürfen Schwule und Lesben heiraten. (dk)














