https://queer.de/?7998
- 30. November 2007 1 Min.
Helsinki (queer.de) - Die finnische Justizministerin Tuija Brax (Grüne) plant eine Novelle des Adoptionsgesetzes, bei der schwul-lesbische Paare mit heterosexuellen teilweise gleichgestellt werden sollen. Demnach soll die "interfamiliäre Adoption" möglich werden. Verstirbt ein Partner in einer Eingetragenen Partnerschaft, soll in Zukunft der andere automatisch die Kinder des Verstorbenen adoptieren dürfen, selbst wenn er kein leibliches Elternteil ist. Das Gesetz sei notwendig, da in Homo-Partnerschaften bereits jetzt "soziale Elternschaft" gelebt werden. So haben nichtleibliche Eltern schon jetzt Rechte, etwa wenn sie für das Kind Anträge bei Behörden stellen.
Die Gesetzesänderung soll vom Parlament abgesegnet werden. Nach Angaben der Tageszeitung "Helsingin Sanomat" gibt es unter den Abgeordneten eine klare Mehrheit für die Neuregelung.
Das benachbarte Schweden hat wie die Niederlande, Belgien, Island, Spanien, Großbritannien, Südafrika, sowie Teile Australiens, Kanadas und der USA schwul-lesbische Paare bei der Adoption völlig gleichgestellt. Die Stiefkindadoption, also eine ähnliche Regelung wie die von der Justizministerin geplante, gibt es in Israel, Dänemark, Norwegen und Deutschland.
Finnland hat 2002 Eingetragene Partnerschaften eingeführt. (dk)














