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  • 04. Dezember 2007 33 2 Min.

Hannover (queer.de) - Die CDU hat gestern auf ihrem Bundesparteitag nahezu einstimmig das neue Grundsatzprogramm beschlossen. Darin werden auch erstmals gleichgeschlechtliche Partnerschaften erwähnt. "10 Jahre harter politischer Arbeit tragen damit endlich Früchte. Auf eindrucksvolle Weise hat die CDU dargestellt, dass sie die Partei der Mitte ist und jeder nach seiner Fasson glücklich werden kann", erklärte LSU-Chef Reinhard Thole: "Der Parteitag hat uns gestärkt. Wir sind auf dem richtigen Weg. Neben dem Abbau von Diskriminierungen und dem Erreichen weiterer Gleichstellungen gilt es, auf dieser Grundlage auch die vollständige Gleichstellung mit der Ehe zu erreichen."

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Im neuen Grundsatzprogramm der Christdemokraten heißt es nun in Ziffer 80 von 369: "Wir respektieren die Entscheidung von Menschen, die in anderen Formen der Partnerschaft ihren Lebensentwurf verwirklichen. Wir erkennen an, dass auch in solchen Beziehungen Werte gelebt werden, die grundlegend für unsere Gesellschaft sind. Dies gilt nicht nur für nicht-eheliche Partnerschaften zwischen Frauen und Männern. Dies gilt auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Wir werben für Toleranz und wenden uns gegen jede Form von Diskriminierung". Einschränkend heißt es dann immer im letzten Satz des Abschnitts: "Eine Gleichstellung mit der Ehe zwischen Mann und Frau als Kern der Familie lehnen wir jedoch ebenso ab wie ein Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare."

Punkt Menschenwürde: "Sexuelle Orientierung" abgelehnt

Auch ein Antrag der LSU Berlin, bei der Frage der Würde des Menschen die Kategorie "sexuelle Ausrichtung" aufzunehmen, wurde abgelehnt. In einer Rede wandte sich Bernhard Vogel, Ex-Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen, gegen die Änderung. Jetzt heißt es lediglich: "Die Würde aller Menschen ist gleich, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Nationalität, Alter, von religiöser und politischer Überzeugung, von Behinderung, Gesundheit und Leistungskraft, von Erfolg oder Misserfolg und vom Urteil anderer".

Damit übernahm der Parteitag die vom Bundesvorstand vorgeschlagenen Formulierungen. Diese waren im Vorfeld vom Lesben- und Schwulenverband und den Grünen heftig kritisiert worden, weil sie die Diskriminierung von Lebenspartnerschaften fortschrieben (queer.de berichtete). (dk)

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-w-

#1 stromboli
  • 04.12.2007, 15:10hberlin
  • da bewegt sich eine partei mit 58järiger verspätung im rasenden fortschrittstaumel , mit offenen armen hin zu ihren treuen ,schwulen stammwählern.
    Zu mehr reichts auch im 21zigsten jahrhundert nicht.
    Altbackenes als erfolg verkaufen zu wollen , verhöhnt die , (er)folgreich verfolgten und verurteilten dank jener christlichen volkspartei !
    Wenigstens etwas schamgefühl wäre angebracht.

    Aber mitte ist und bleibt halt zuallererst mal mittelmaß!
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#2 hwAnonym
  • 04.12.2007, 15:46h
  • ah, man darf gespannt sein. erst schröders neue mitte,
    letztens westerwelles vergessene mitte und nun ruft
    sich merkel zur unumschränkten herrscherin des
    reiches der mitte, deutscher nation, aus:
    nur die mitte ist gut, und die mitte sind nur wir, verkündet die christliche partei. und der ehemalige flak-helfer und wirtschaftswunder-deutsche in rom ?
    „marx ist tot – menschen, hofft auf gott!“,
    so die kernthese des vergreisten wunderkindes. zu finden in der neuen enzyklika des papstes „spe salvi“.
    da die gürtel enger geschnallt sind, ist der
    lokalisierende längsblick von unten nach oben, zur bestimmung der mitte, wohl geeigneter als der querblick von links nach rechts.
    es geht ja in der tat sanktionierend von oben nach unten und das enteignete nach oben. da lohnt wirklich
    der genauere blick, wie's die mitte auf diesem
    transferweg noch verlogener treiben will. welche parteibücher, von links nach rechts, solche tranferdienstleister haben, ist fast egal.

    die mitte ohne mauer oder was bisher geschah:
    rentenraub, lohnraub, lebensendzeitraub,
    arbeitszeitverlängerung, 3 kriegsbeteiligungen,
    pflegenotstand, altersarmut, kinderarmut,
    enteignung vor hartz IV,lohn-dumping, grundrechteabbau, ghettoisierungen, öffenliche häme über chancenlose, tötung durch verwahrlosung,
    armutsberichte, pisa-studien, steuergeschenke
    für reiche, steuererhöhungen für alle,
    bildungdverweigerung für sozial schwache,
    terror-hysterisierung durch minister, religions- und kulturhass abstiegsverängstigter singles und restfamilien gegen familienstrukturen mit islamischen einflüßen, npd-fraktionen, fahnenmeere (wm), der erste deutsche papst, der erste deutsche kannibale, das erste deutsche schulmassaker, der erste verhungerte deutsche sozialhilfeempfänger,
    gefrierbabyleichen, private und staatliche körperverletzungen und tötungen von asylbewerbern, schmidt & pocher und die spd ist jetzt "links", und jetzt kommt mitte pur. wohl mit dem segen des dalai lamas
    die extremisten der mitte haben sich warm gelaufen,
    bellizistisch nach aussen und innnen. man will heere
    von erniedrigten, verängstigten, um praktika bettelnde,
    sprechende tiere mit wahlrecht und einem grundkonsum, dessen gewinn bei der food-industrie landet. auch working poor soll sich lohnen.
    das ganze mit der häme eines oswald metzgers, demnächst in cdu oder fdp, dem segen des dalai lamas und der lahmen lsu.
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#3 stromboli
  • 04.12.2007, 15:49hberlin
  • "Wir sind auch Mitte" ; passend zu meinen ausführungen hierzu auch die folgenden zitate:
    ... Aus der Sicht der CDU kann es nur einen geben. "In der Mitte sind wir - und nur wir", hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gestern auf dem CDU-Parteitag gesagt (mehr...). Doch die SPD widerspricht dem Alleinvertretungsanspruch des Koalitionspartners. "Wir sagen auch, wir sind die Partei der Mitte"... ;Die SPD sei "linke Volkspartei, Partei der Mitte...! Wenn man "die solidarische Mehrheit hat, dann hat man auch die Mitte dieser Gesellschaft"
    ..."Die Mitte bleibt umkämpft, und wir sind dabei"...

    Selten so gelacht !
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