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  • 26. März 2004, noch kein Kommentar

Eine Welt voller geiler, gut aussehender Männer – und alle wollen nur das eine. Ein Traum für jeden Schwulen. Im Internetportal Zürigay.ch kann man nun in diese Welt fliehen, zumindest virtuell. Doch das Spiel "Real World" ist nicht nur ein Onlinespaß – denn mit der Chatfunktion können sich die Partner auch in der wirklichen Welt treffen. Zunächst kann jeder Spieler sein Outfit selbst bestimmen: Ob lang gewachsene Fummeltrine, muskulöser Rambo oder konservativer Geschäftsmann – alles ist im Angebot. Ist die Entscheidung getroffen, wird dieser selbst erwählte Projektion seiner selbst auf einen Marktplatz gebeamt – und die Pirsch geht los.

Der Platz entspricht dabei nicht gerade dem Stadtzentrum von Zürich: Hier laufen lediglich attraktive Männer herum – und die verhalten sich alles andere als keusch. Mit der "P"-Taste kann man sich des leidigen Blasendrucks entledigen, mit "W" kann man auch alleine des Samenstaus Herr werden – und was die "B"- und "F"-Tasten bedeuten, muss wohl nicht gesondert erklärt werden. Dennoch kommt auch die Romantik nicht zu kurz: Zur Grundausstattung jedes Teilnehmers gehören auch ein paar Rosen, die dann bei Bedarf schmachtenden Nackedeis übergeben werden können. Wer erst einmal nicht weiß, was er machen soll, kann sich zunächst in Ruhe eine Pille einwerfen, eine Zigarette anstecken oder eine Cola im bereitgestellten Automaten kaufen.

Neben dem Hauptplatz kann man jedoch eine ganze Reihe anderer kleiner Welten erkunden: So gibt es ein kleines Kaufhaus, in dem man Waren für die reale Welt mit realem Geld kaufen kann. Doch auch an virtuellen, kostenlosen Spaßangeboten fehlt es nicht: So führt gleich neben dem Brunnen eine Treppe hinunter ins XXX-Kino. Eine Sauna und eine Disco warten ebenso auf die Besucher. Die VIP-Lounge ist gepflastert mit Bildern von Modedesignern, Models, Sexworkern und anderen Männern, die so manche Geschichte zu erzählen haben.

Auch hier klappt die Kontaktaufnahme reibungslos: Gemeinsam Cocktails trinken, Küsschen spendieren und mit den anderen Besuchern chatten gehört zum Balzverhalten dazu. Nebenbei kann man sich im Fremdenverkehrsamt Infos über Zürich einholen, falls man einen der virtuellen Partner doch mal im richtigen Leben treffen will. Doch die Zürigay-Redaktion warnt die Teilnehmer sogleich vor zu hohen Erwartungen: "Figuren und Aktionen sind karikaturistisch überzeichnet und entsprechen nicht der Wahrheit." (dk)

26. März 2004, 15:55 Uhr