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- 12. Dezember 2007 1 Min.
Riga (queer.de) - Der Anführer der katholischen Kirche in Lettland hat die Parteien in einem offenen Brief aufgefordert, Schwule und Lesben den Zugang zu öffentlichen Ämtern grundsätzlich zu verwehren. Wie die Nachrichtenagentur BNS berichtet, haben sich alle drei Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten von den Forderungen des Kardinals Janis Pujats bereits distanziert.
In dem Brief erklärte der 77-jährige Geistliche, dass die Parteien "bereit sein müssen, die lettische Nation gegen die Invasion von Homosexualität im öffentlichen Leben zu verteidigen". Forderungen der EU, Diskriminierung gegen Schwule und Lesben zu verbieten, nannte er "bedeutungslos", weil sie der Moral der Letten entgegenlaufe. "Als Kardinal spreche ich im Namen der 500.000 katholischen Gläubigen. Sie sind Bürger dieses Landes und haben das Recht, ihre Meinung zu allen Themen von nationalem Interesse zu äußern".
Erst im Mai hatte Pujats zum Widerstand gegen den CSD aufgerufen (queer.de berichtete). Er bezeichnete Schwule als "sexuell verrückte Leute" und setzte Homosexualität mit Prostitution gleich. Der CSD musste unter Polizeischutz abgehalten werden (queer.de berichtete). (dk)















Kein Wunder das die katholische Kirche in den westlichen Industriestaaten immer mehr an Boden und Glaubwürdigkeit verliert, wenn solche Kardinäle an der Spitze stehen. Die sollten von den lutherischen/reformierten Bischöfen in Deutschland/Niederlande, Schweiz oder Skandinavien dringend lernen, was es heisst, Nächstenliebe zu leben. Erinnert sei an das Grundsatzdokument der lutherischen/reformierten EKD "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken".
Einfach unfassbar, was da an Müll immer wieder von katholischen Kirchenoberen kommt.