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  • 13. Dezember 2007 17 2 Min.

Ksar el-Kbir (queer.de) - In Marokko sind sechs Männer im Alter von 20 bis 61 Jahren wegen Homosexualität zu Gefängnisstrafen ohne Bewährung verurteilt. Das Gericht in Ksar el-Kbir (120 Kilometer südlich von Tangier) befand die Männer schuldig, "unnatürliche Taten mit einem Menschen des gleichen Geschlechts" durchgeführt zu haben. Drei der Angeklagten erhielten eine Strafe von sechs Monaten, zwei Männer gehen vier Monate lang hinter Gittern. Ein sechster Angeklagter erhielt zehn Monate, weil er auch noch für Alkoholverkauf ohne Lizenz verurteilt wurde.

Die "Tat" soll am 18. November bei einer privaten Feier begangen worden sein. Nachdem ein Video der Party im Internet auftauchte, verhaftete die Polizei eine Woche später die Männer. Das Video zeigte keine sexuellen Aktivitäten. Marokkanischen Presseberichten zufolge soll es sich bei dem Fest um eine "schwule Eheschließung" gehandelt haben. In Internet-Foren wurden dann homophobe Videos mit Ausschnitten aus der Party veröffentlicht, woraufhin in der Kleinstadt hunderte Demonstranten gegen die Teilnehmer protestierten und drohten, sie umzubringen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisierte die Verurteilungen scharf. Marokko breche damit die die eigene Verfassung, in der das Land die unveräußerlichen Menschenrechte anerkennt.

Nach Paragraf 489 des marokkanischen Strafgesetzbuches kann ausgelebte Homosexualität mit bis zu drei Jahren Haft geahndet werden. Im Jahr 2004 sorgte der Fall eines Briten für internationale Proteste, der wegen einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs mit einem Einheimischen zu einem Jahr Haft verurteilt worden war (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 MalteAnonym
  • 13.12.2007, 14:15h
  • Man sollte sich in acht nehmen vor Leuten, die Liebe unter Strafe stellen und Liebe als schlecht ansehen... Die sind sehr gefährlich und haben böse Ziele...

    Das gilt für solche Barbarenstaaten genauso wie für viele Religionen und Kirchen...
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#2 ThommenAnonym
  • 13.12.2007, 14:33h
  • Es geht hier ausschliesslich um anale "Un-Taten" an Männern. Alles andere ist völlig harmlos! Nur das wird nicht öffentlich erwähnt!
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#3 madridEUAnonym
  • 13.12.2007, 14:43h
  • Diese Nachricht aus unserem Nachbarland muss einem die Sprache verschlagen, wo man praktisch mit fast allen Einheimischen sofort "zur Sache" kommen kann, wenn man will. Oftmals wird einem der Sex auch von Typen aufgedrängt, die man selber gar nicht attraktiv findet. Es liegt der Schluss nahe, dass Rabat dem Vatikan und seinen "ausführenden Organen" den Rang in Heuchelei ablaufen will.
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