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- 21. Dezember 2007 1 Min.
Stockholm (queer.de) - Das Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten hat dem Anstieg von Syphilis auf dem Kontinent gewarnt. Die EU-Agentur erklärte, dass dann zeitversetzt auch mehr HIV-Neudiagnosen gemeldet werden könnten.
"Syphilis war eine sehr seltene Krankheit. Ich weiß nicht, ob wir das immer noch behaupten können", erklärte Dr. Marita van de Laar, eine Expertin für sexuell übertragbare Krankheiten des Zentrums.
Gefährliche Sexpraktiken unter Schwulen nehmen zu
Die meisten der Fälle beträfen schwule Männer. Das zeige, dass gefährliche Sexpraktiken zunähmen, so van de Laar.
In Deutschland habe sich die Syphilis-Rate binnen 15 Jahren verdreifacht – von zwei Neudiagnosen pro 100.000 Einwohner auf sechs Fälle. In Großbritannien sind sogar rund zehn Mal mehr Fälle gemeldet worden als noch vor zehn Jahren (neun pro 100.000 Einwohner). Dramatische Anstiege gab es auch in anderen EU-Ländern.
Außerhalb Europas steigen die Infektionszahlen ebenfalls. So meldete die US-amerikanische Gesundheitsbehörde 2000 nur vereinzelte Fälle und sah die Krankheit schon als besiegt an. 2006 wurden dann rund 10.000 Fälle angezeigt.
Syphilis kann beim Sex leichter als HIV übertragen werden und ist im frühen Stadium mit Penicillin heilbar - bei Nichtbehandlung sind schwere Organschäden die Folge, die zum Tode führen können. (dk)
Mehr zum Thema:
» Syphilis-Alarm in Deutschland (queer.de vom 19.2.04)













