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- 21. Dezember 2007 3 Min.
Der Chef des Schmuddel-Imperiums greift Rudy Giuliani an, weil dieser als New Yorker Bürgermeister in einer Schwulen-WG lebte.
Von Dennis Klein
Larry Flynt ist kein Schwulenhasser. Zeit seines Lebens hat sich der Demokrat für gleiche Rechte eingesetzt – und liebte es, Heuchler zu bekämpfen, die schwulenfeindliche Gesetze erlassen und sich dann an Orten wie Flughafentoiletten sexuell befriedigen lassen. Erst vor wenigen Monaten bot er eine Belohnung von einer Millionen Dollar für Hinweise auf unmoralisches Doppelleben konservativer Abgeordneter (queer.de berichtete).
Flynt: Schwule heulen die ganze Zeit
Doch privat scheint der Herausgeber des "Hustler" mit Schwulen nicht warm zu werden. Und er versteht nicht, warum der republikanische Präsidentschaftskandidat Rudy Guiliani – den er wie die anderen Republikaner nicht ausstehen kann – mal vorübergehend in einer Schwulen-WG einzog, nachdem er sich Ende 2000 von seiner Frau getrennt hatte und gegen Prostata-Krebs kämpfte. Flynt fragt nun: "Als Bürgermeister von New York, würden Sie in einer Wohnung mit drei Schwulen leben wollen. Ich bin nicht schwul. Ich hasse Schwule nicht. Aber ich würde sicher nicht mit ihnen zusammenwohnen", so der 65-Jährige. "Die zicken rum und heulen die ganze Zeit. Und das stört Giuliani nicht."
Des weiteren kritisiert der Porno-König, dass Giuliani nicht dauernd seine Männlichkeit zur Schau stellt, wie es unter Italo-Amerikanern üblich ist: "Es stört ihn nicht, ein Kleid bei 'Saturday Night Live' anzuziehen", beschwert sich Flynt. Er bezieht sich damit auf einen zehn Jahre alten Sketch aus der erfolgreichen NBC-Comedy-Sendung, bei der der Bürgermeister recht überzeugend als Drag Queen auftrat – später war er noch zwei Mal öffentlich im Fummel zu bewundern. Das Urteil für Flynt ist daher klar: "Ich vertraue ihm nicht. Ich denke aus diesen Gründen nicht, dass er eine Chance bei der Präsidentschaftswahl hat".
Giuliani '07: Schwule Taten sind Sünde
Giuliani selbst galt in Homo-Fragen stets als äußerst liberal. Gleich nachdem er gewählt wurde, erkannte er in New York City Homo-Beziehungen an, was u.a. Vorteile bei der Krankenversicherung brachte. Seine demokratischen Vorgänger haben diesen Schritt stets abgelehnt. Die Anerkennung war in der offenen Metropole mit dem großen schwulen Bevölkerungsanteil populär. Allerdings änderte Giuliani seine Tonlage kürzlich als Präsidentschaftskandidat, um auch in hinterwäldlerischen Dörfern etwa in Iowa und South Carolina wählbar zu bleiben. "Meine moralischen Ansichten kommen von der katholischen Kirche", sagte er kürzlich bei einer Wahlkampfveranstaltung. Homosexualität sei daher wie Heterosexualität keine Sünde per se, argumentiert der 63-Jährige. "Es sind die verschiedenen Taten, die Menschen tun, die sündhaft sind. Die sexuelle Ausrichtung ist es nicht." Sprich: Homos sind okay, solange sie keinen Sex haben.
Kaum jemand versteht, warum Flynt nicht auf diese Heuchelei eingeht, sondern Giuliani mit Kritik eindeckt, die man eher aus dem evangelikalen Lager vermutet. Die Schwulen, die den Bürgermeister damals bei sich aufnahmen, wussten übrigens nur Gutes über den OB zu berichten. "Er war ein guter Mitbewohner. Er hat immer sein Bett gemacht", erinnerte sich Howard Koeppel in einem Interview aus dem Jahre 2001.
21. Dezember 2007
Links zum Thema:
» Donald Trump macht Drag-Giuliani an (YouTube-Video)










lichte dar....
...und dazu auch noch opfer...
na, dann können seine pläne als präsident auch mal
ein paar tausend iraner zu töten, sooo schlecht ja nicht sein...
kann man flynt-angriffe mieten ?