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  • 23. Dezember 2007 29 1 Min.

Sofia (queer.de) - 80 Prozent der Bulgaren haben eine negative Einstellung gegenüber Schwulen und Lesben, berichtet die Nachrichtenagentur novinite. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Skala. 53 Prozent der Befragten gaben sogar an, dass sie "sehr negative Einstellungen" gegenüber Homosexuellen haben. Nur 17 Prozent erklärten, sie hätten keine Probleme damit, sich mit einem Schwulen oder einer Lesbe zu unterhalten.

Die Hälfte der Befragten sagte zudem, man würde sei eigenes Kind enterben, wenn es sein Coming-out hätte. Die Zahl war noch höher, wenn der Sohn oder die Tochter transsexuell ist. Zudem sagten sieben von zehn Befragten, sie würden ihr Kind von der Schule nehmen, wenn es von einem homosexuellen Lehrer unterrichtet werden würde.

Skala erklärte, diskriminierende Einstellungen gegenüber Minderheiten seien in Bulgarien höher als in jedem anderen EU-Land. Ähnlich negativ sei die Meinung über die türkische Minderheit und über Roma, die zehn bzw. drei Prozent der Bevölkerung ausmachen. Das Meinungsforschungsinstitut führte den Hass auf Minderheiten auf vier Jahrzehnte kommunistische Gewaltherrschaft zurück, die erst 1990 endete. (dk)

-w-

#1 KonstantinAnonym
  • 23.12.2007, 14:35h
  • Schönes neues Europa! *ichkriegdaskotzen*
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#2 AndreasAnonym
  • 23.12.2007, 14:54h
  • Und sowas lässt man in die EU. Wundert sich da noch jemand über die Vorgaben zum neuen Sexualstrafrecht aus Brüssel?
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#3 RalfAnonym
  • 23.12.2007, 15:01h
  • So einfach darf man sich's nicht machen. Wer alles Böse auf der Welt dem Kommunismus in die Schuhe schieben will, übersieht, dass es auch vor Karl Marx schon Menschen gegeben hat. Das negative Bild der Türken dürfte seine Ursache in 500jähriger türkisch-islamischer Fremdherrschaft über Bulgarien haben. Sinti und Roma sind auch außerhalb Bulgariens in der Regel schlecht angesehen, übrigens auch in Ländern, die nie kommunistisch waren. Und der Hass auf Schwule und Lesben ist ein urchristliches Phänomen - Bulgarien ist ein strikt christlich-orthodoxes Land.
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