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- 08. Januar 2008 1 Min.
Köln (queer.de) - Der Lesben- und Schwulenverband hat gegen den Betreiber von YouTube und den Berliner Rapper G-Hot (bürgerlich Gökhan Sensan) Anzeige wegen Volksverhetzung bei der Kölner Staatsanwaltschaft erstattet. Grund: Auf der Videoplattform ist erneut der Titel "Keine Toleranz" eingestellt worden. Hierin wird u.a. gerappt: "Wir dulden keine Schwuchteln" / "Meiner Meinung (nach) hat sowas kein Leben verdient" / "Ich geh mit 10 MGs zum CSD".
"Der Betreiber von YouTube.com verbreitet solche Inhalte, er scheint nicht aktiv zu werden, weshalb er sich des Verstoßes gegen §130 StGB strafbar macht", erklärte der LSVD heute. Außerdem verstoße G-Hot gegen Paragraf 111 des Strafgesetzbuches ("Öffentliche Aufforderung zu Straftaten").
Das Hass-Lied war bereits vor einem halben Jahr auf YouTube und anderen Videoplattformen aufgetaucht (queer.de berichtete). Kurz darauf hatte sich G-Hot in einer zweiminütigen Videobotschaft für den Song entschuldigt (queer.de berichtete).
Der Song ist vor drei Tagen in YouTube eingestellt worden. Einige Kommentatoren verlangten, "Keine Toleranz" zu sperren, andere stimmten G-Hot ausdrücklich zu und beschimpften Schwule als "Kinderschänder". Bereits vor einem halben Jahr geriet YouTube in die Kritik, weil das Lied mehrere Tage online war, bevor es von der Seite genommen wurde. (dk)










Auch wenn ich prinzipiell für künstlerische Freiheit bin, soweit geht ja selbst Bushido, der Brandstifter, nicht.
Bitte unterstützt den Verband, damit er schlagkräftig bleibt!