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  • 08. Januar 2008 53 2 Min.

Die Familienministerin hat die Schirmherrschaft von Christival 2008 übernommen. Grüne sind empört.

Von Dennis Klein

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) war bislang die Überraschung in der Großen Koalition: Mit ihrer Forderung nach mehr Krippenplätzen und nach der Kappung des Ehegattensplittings (queer.de berichtete) zog sie sowohl den Hass von konservativen Unionspolitikern auf sich, die ihre Ideale verraten sahen, als auch den der Sozialdemokraten, deren Agenda sie "klaute". Jetzt versucht sie offenbar, ihre schärfsten Kritiker, sprich Fundamentalchristen, zu besänftigen: Sie übernimmt die Schirmherrschaft des Jugendkongresses Christival, der vor allem von evangelikalen Gruppen innerhalb der evangelischen Kirche veranstaltet wird. Bei dem Großevent werden im Mai tausende Teilnehmer in Bremen erwartet. Wie selbstverständlich dabei: Ein Seminar zur Heilung von Homosexualität.

"Viele Menschen leiden unter ihren homosexuellen Neigungen", heißt es dabei in der Seminarbeschreibung. Den Veranstaltern geht es "um Ursachen und konstruktive Wege heraus aus homosexuellen Empfindungen". Diese als "Ex-Gay-Bewegung" bezeichneten "Heilungs"-Ansatz kommt aus den USA. Dort werden bereits Camps zur Umpolung von Schwulen und Lesben angeboten (queer.de berichtete). Kritiker beklagen, dass derlei Aktivitäten Jugendliche in den Selbstmord trieben.

Herbe Kritik an der Schirmherrschaft üben die Grünen, die jetzt eine parlamentarische Anfrage zum Thema im Bundestag gestartet haben: "Frau von der Leyen kann nicht als Bundesfamilienministerin Schirmherrin eines Kongresses sein, bei dem gefährliche Psychokurse und minderheitenfeindliche Angebote gemacht werden", erklärte Volker Beck, menschenrechtspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Die CDU-Politikerin müsse "entweder die Absage dieses ‚Homosexuellenheilungsseminares’ durchsetzen oder ihre Schirmherrschaft zurückgeben", fordert der Kölner Abgeordnete.

In Deutschland wurde die Ex-Gay-Bewegung 1994 vom damals 36-jährigen Günter Baum begründet. Sein "Selbsthilfeinitiative Wüstenstrom" sollte Homosexualität "heilen". Aber nicht einmal ihm selbst konnte "geholfen" werden: Als es nach zwei Jahren zu einem "sexuellen Ausrutscher" kam, wurde er aus der Initiative ausgeschlossen - und landete direkt in der Psychotherapie.

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-w-

#1 stefanoAnonym
  • 08.01.2008, 18:58h
  • meine güte! stimmt das wirklich? wo kann man sich beschweren? das geht doch wirklich nicht. haha, ein grund mehr, diese saubere partei NICHT zu wählen. hilfe.
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#2 H.Anonym
  • 08.01.2008, 19:10h
  • Es geht hier ums Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft, der offensiven jungen Christen.

    Argumentationsketten des „Instituts für Jugend und Gesellschaft“ zum Thema Homosexualität
    „... die Suizidversuche konnten nicht erklärt werden durch Erfahrungen mit Diskriminierung, Gewalterfahrung, Verlust an Freundschaften oder derderzeitigen persönlichen Einstellung zur Homosexualität.
    Die Ursachen liegen tiefer
    Eines machen die Untersuchungen von Garofalo und Remafedi klar: Homosexuell und bisexuell empfindende Jugendliche sind junge Menschen in Not! Drogen- und Alkoholmißbrauch, Prostitution, promiskes sexuelles Verhalten sind Zeichen, daß Jugendliche verzweifelt etwas zur Stabilisierung ihres Selbst suchen, etwas, um ihr Selbst zu „kitten“ und um die innere Leere zu betäuben. Ob nicht genau hier auch die Ursache für die homosexuelleoder bisexuelle Neigung zu suchen ist?“
    (Vgl. DIJG, „Bulletin, Nachrichten aus dem DIJG, Herbst 2005, S. 26 ff.,
    ojc.de/dijg.de/pdf/bulletin_10_sonderdruck.pdf)

    Ein Beispiel für den empfohlenen Umgang mit homosexuellen Menschen zur Beseitigung „homosexueller Gefühle“:

    „Die entsprechende Methode des ‚Durchprügelns‘ kann zum Beispiel so aussehen: ‚Ach, du Jammerfritze, schnappe dir einen Teller mit Glasscherben und friss sie auf, aber schnell! Los, hinunter mit der Flasche Blausäure, dann kannst du dich auf dem Boden wälzen, dann weißt du wenigstens, wieso du hier herumschreist!‘ Oder: ‚Ich habe große Lust, dich zum Fenster hinauszuwerfen, dort unten in die Dornenbüsche, und das tue ich jetzt auch! Hier bekommt du eins mit einem Rohr aus Blei über. Da hast du einen Fußtritt, dass du mitten durchbrichst. Jetzt schütte ich dir Benzin über den Kopf, und dann machen wir ein Feuerchen‘ usw.“
    (Quelle: Aus dem Buch „Das Drama des gewöhnlichen Homosexuellen“ (Seite 440) von Gerard J. M. van den Aardweg, dass vom Institut für Jugend und Gesellschaft immer wieder für Homosexuelle und Berater empfohlen wurde.
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#3 käthe klärschlammAnonym
  • 08.01.2008, 19:23h
  • ach, so schlimm wird es schon nicht werden.
    die familienheilerin übernimmt vorsorgend die ministerherrschaft für das unkonventionelle
    deutsche bürgertum, dass in der globalen ernteschlacht gerne mal nachschaut, was die wertewurzeln so hergeben. man will ja nicht schlecht positioniert sein. das ist total normal.
    "Deutsche Frauen, deutsche Treue,
    Deutscher Wein und deutscher Sang
    Sollen in der Welt behalten
    Ihren alten schönen Klang,
    Uns zu edler Tat begeistern
    Unser ganzes Leben lang – ...."

    so wie es zur zeit ausschaut, sollen und wollen diesmal auch die enkelinnen und urenkelinnen
    jüdischer deutscher frontsoldaten mitmachen.
    ich tipp auf demokratur.

    die schauen halt mit ihren workshops, ob man folgendes mit ein paar schnitten wieder fashionable machen kann...

    www.youtube.com/watch?v=hVN1g9j-9LE

    www.youtube.com/watch?v=_6SMo7clU24
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