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- 09. Januar 2008 1 Min.
London (queer.de) –Der britische Schauspieler und Autor Stephen Fry steht heterosexuellen Rollen im Film skeptisch gegenüber. Als offen schwuler Mann sei er zu bekannt, um aus Sicht der Zuschauer überzeugend einen Hetero darzustellen, sagte der 50-Jährige in einem Interview mit dem Magazin "Radio Times".
Fry beklagte sich allerdings, dass sich seine Hetero-Kollegen solche Gedanken nicht machen müssten: "Heterosexuelle Schauspieler können schwule Charaktere spielen, und ihnen wird gratuliert. Die Leute meinen: Oh, wie mutig! Es sagt aber niemand zu einem schwulen Schauspieler, der einen Hetero mimt: Wie mutig von dir, eine Frau zu küssen, das muss sehr schwer für dich gewesen sein!"
Er selbst könne selbstverständlich alles darstellen, sagte Stephen Fry dem Magazin. "Wenn es sein muss, küsse ich einen Frosch. Warum soll es also schwierig sein für einen Mann, einen anderen Mann zu küssen? Es ist schwierig, ein Pferd ohne Sattel rückwärts zu reiten, aber doch nicht jemanden zu küssen."
Stephen Fry lebt seit 1996 mit seinem Partner Daniel Cohen in London. Zuvor war er einer der bekanntesten offen zölibatär lebenden Briten. (cw)
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