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  • 30. März 2004, noch kein Kommentar

London Die britischen Konservativen haben am Montag im Parlamentsgebäude eine Konferenz für Homosexuelle veranstaltet. Rund 100 Vertreter von lesbischen und schwulen Organisationen waren der Einladung gefolgt und sprachen über ihre Arbeit. Für die zukünftige Politik der Partei sei dieses Treffen wichtig gewesen, sagten Abgeordnete der Tories. Die frühere konservative Ministerin Ann Widdecombe erklärten dagegen, die Konferenz sende den Wählern "die falsche Botschaft". Sie steht für die alte Haltung der Partei zum Thema Homosexualität: bis vor kurzem noch hielten die Tories an einem unterschiedlichem Schutzalter fest, bekämpften die Homo-Ehe und die Abschaffung eines unter Premierministerin Thatcher erlassenen Gesetzes, dass es Behörden verboten hatte, für Homosexualität zu "werben". Der konservative Parteichef Michael Howard hatte erst kürzlich eine Lanze für die Homo-Ehe gebrochen, kann sich jedoch nicht sicher sein, wieviele Abgeordnete seiner Partei ihm folgen und in der nächsten Woche für ein Regierungsgesetz zur Einführung der Homo-Ehe stimmen werden. Bei der Konferenz tauchte genau ein Abgeordneter der Partei auf. Der linksgerichtete Menschenrechtler Peter Tatchell kritisierte, nicht zu der Konferenz eingeladen worden zu sein; Miss Widecombe zeige das wahre Gesicht der Partei. Der schwule Labour-Europaabgeordnete Michael Cashman bezeichnete die Konferenz angesichts der wahren Verhältnisse als "zynisch". (nb)