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- 09. Januar 2008 1 Min.
Redmond (queer.de) - Ein evangelikaler Pfarrer aus Redmond (Bundesstaat Washington) will durch Aktienkäufe die Übernahme von Microsoft durch Christen erreichen. Dem Softwareriesen, der seinen Hauptsitz ebenfalls in Redmond hat, wirft der 55-jährige Ken Hutcherson vor, zu homofreundlich zu sein.
Hutcherson, ein ehemaliger American-Football-Star, will ein Netzwerk schaffen, mit dem er "traditionelle Familienwerte" in Unternehmen fördern will. Microsoft forderte der Anführer der Antioch Bible Church auf, nicht mehr "gottlose Projekte zu finanzieren". Er wolle dem Unternehmen nicht schaden, Christen sollten aber ihren Einfluss auf Microsoft erhöhen. Außerdem forderte er gläubige Juden und Muslime auf, sich seinem Feldzug anzuschließen.
Microsoft gehört zu den homofreundlichsten Unternehmen der Welt und wurde wegen seiner Antidiskriminierungsrichtlinien und der Anerkennung von Homo-Partnerschaften mehrfach ausgezeichnet (queer.de berichtete). Gründer Bill Gates hat persönlich einen Anteil des Homo-Verlages PlanetOut erworben (queer.de berichtete) und setzt sich in einer Stiftung für die Bekämpfung von Aids ein.
Das 1975 gegründete Unternehmen Microsoft hat derzeit einen Umsatz von 51 Milliarden US-Dollar und beschäftigt 79.000 Menschen in über 100 Ländern. (dk)












Aber auf homopolitischer Ebene ist Gates sehr zu loben. Er gehört übrigens der sehr homofreundlichen christlichen Kirche United Church of Christ an, in der Segnungsgottesdienste erlaubt sind und wo die Kirchenleitung, die staatliche Anerkennung homosexueller Paare offiziell unterstützt.
Daher ist es kein Problem, wenn die Christen der United Church of Christ Microsoft kaufen würden.