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  • 09. Januar 2008 127 2 Min.

Bremen (queer.de) - Das evangelische Jugendfestival Christival hat heute bekannt gegeben, dass ein Seminar zur "Heilung" von Homosexualität abgesagt wurde. Grund sei die "emotional hoch geschaukelte öffentliche Diskussion" gewesen, wie die beiden Referenten erklärten. Volker Beck (Grüne) hatte gestern scharf kritisiert, dass Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) das Festival als Schirmherrin unterstützt, obwohl darin propagiert wird, Schwule und Lesben zu "bekehren" (queer.de berichtete). Ein Sprecher des Bundesfamilienministeriums hat heute Nachmittag bereits angekündigt, man werde den Vorwürfen nachgehen und "um Aufklärung bitten".

"Wir möchten nicht, dass eines von 225 Seminaren dazu führt, dass das Christival mit Kritik überhäuft wird, bevor es überhaupt startet", erklärte dazu Christl Vonholdt vom "Deutschen Institut für Jugend und Gesellschaft", einem der Veranstalter des Jugendfestes und Ausrichter des beanstandeten Seminars. Sie verteidigte den Ansatz des Seminars: "Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen, die ihre homosexuellen Impulse als unvereinbar mit ihren Wünschen, Überzeugungen und Lebenszielen erfahren, selbstbestimmte Wege gehen können, die zu einer Abnahme homosexueller Empfindungen führen. Solche Selbstbestimmung ist unveräußerliches Recht jedes Menschen und gehört zu seiner Freiheit." Auf Becks Kritik, einen "gefährlichen Psychokurs" veranstalten zu wollen, ging sie nicht ein.

Vonholdt war schon mehrfach in der Kritik, weil sie Schwule und Lesben grundsätzlich mit dem Argument ablehnt, Homosexualität zerstöre Leben (queer.de berichtete). Zuletzt sorgte sie im Oktober letzten Jahres für Aufregung, als die hessische CDU die Fundamentalistin zu einer Anhörung über die Homo-Ehe einlud (queer.de berichtete). (dk)

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-w-

#1 FloAnonym
  • 09.01.2008, 17:59h
  • "Sie verteidigte den Ansatz des Seminars"

    Homosexualität ist weder eine Krankheit, noch eine psychische Störung. Es gibt also nichts zu heilen o.ä. Und ändern kann man die sexuelle Orientierung nach der Pubertät nicht mehr, wie alle unabhängigen wissenschaftlichen Studien belgen.

    Jegliche Versuche, Homosexualität zu therapieren sind erfolglos und noch schlimmer: sie schaden massiv der Psyche (wie jede Art von Gehirnwäsche).

    Aber so sind diese Ewiggestrigen: lieber aus einem Menschen ein krankes Psychowrack machen, als die Wahrheit akzeptieren.

    "Zwei Dinge sind grenzenlos: das Weltall und die Dummheit des Menschen. Wobei: beim Weltall bin ich mir nicht sicher."
    (Albert Einstein)
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#2 FloAnonym
  • 09.01.2008, 18:04h
  • Da ich mich etwas misverständlich ausgedrückt habe eine Korrektur:

    man kann natürlich zu keinem Zeitpunkt die sexuelle Orientierung ändern. Das gilt nicht erst nach der Pubertät. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass sie sich erst in der Pubertät äußert, aber eine bewusste Beeinflussung der sexuellen Orientierung ist zu keinem Zeitpunkt möglich.
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#3 DavidAnonym
  • 09.01.2008, 18:14h
  • Man muss sich mal an den Kopf greifen:

    "Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen, die ihre homosexuellen Impulse als unvereinbar mit ihren Wünschen, Überzeugungen und Lebenszielen erfahren, selbstbestimmte Wege gehen können, die zu einer Abnahme homosexueller Empfindungen führen..."

    Viele von uns haben das durchgemacht...
    Aber WARUM haben viele Menschen Probleme damit sich zu akzeptieren und verspüren den Wunsch dies zu ändern?!
    Das es eben genau DIESE "christliche" "Propaganda" ist unter denen manche Menschen leiden, (und es genau DAS ist, was es zu bekämpfen gilt), das wird gerne ausgeblendet.

    Nicht Homosexalität, sondern Homophobie und derartige Manipulation macht die Menschen krank, und genau DAS ist heilbar.
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