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  • 11. Januar 2008 14 4 Min.

Die schönste Foltershow des deutschen Fernsehens ist wieder da – Schwuppen mischen wie immer kräftig mit!

Von Dennis Klein

Die RTL-Dschungelshow hat in den ersten beiden Staffeln bereits TV-Geschichte geschrieben. Wer erinnert sich nicht gerne entzückt daran, wie Superhusche Daniel Küblböck – den sadistischen Zuschauern sei Dank – ein ums andere Mal Ekelproben erledigen musste und dabei regelmäßig in die Kameras geheult hat. Oder wie Superzicke Désirée Nick der angeekelten Bohlen-Gespielin Naddel bei Verzehr von Megaraupen anschrie: "Schluck’s runter!". Nicht, dass Frau Abd el Farrag diesen Satz zum ersten Mal hört…

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus" wird geliebt und noch mehr gehasst – und ist ab heute nach dreijähriger Abstinenz wieder auf Sendung – und gleich im modernen 16:9-Format. Einschaltquotenmäßig gehörte die Show, die auch in den USA, England, Frankreich und Holland Erfolge feierte, zu den absoluten Highlights. Allerdings war es selbst den hartgesottenen Werbetreibenden zu trashig. Das zählt aber wohl nicht mehr: Hauptsponsor der Sendung ist eine der größten deutschen Firmen, die allseits beliebte Telekom.

10 Jünger und zwei göttliche Moderatoren

Auch wenn der Name reine Ironie ist: Von Stars lässt sich bei der Auswahl der zehn leidlich Prominenten nur schwerlich reden. Da wäre einmal der schwule Ross Antony, extrovertierter Ex-Sänger der Gruppe BroSis. Vorberichten zufolge ist darauf zu schließen, dass er auf Daniel Küblböcks Superhuschenstatus aus ist. Für schwule Schlagerfreunde ist auch ein Gott im Rennen: Bata Illic, mit 68 Jahren inzwischen selbst nach der Anhebung des Rentenalters ein Fossil, der einst den Namen "Michaeeeeeeela-a-ah" populär machte. Ex-Pornodarstellerin Michaela Schaffrath ("Gina Wild") soll etwas Würze in den unschuldigen Urwald bringen. Seriendarstellerin Julia Biedermann, Modedesignerin Barbara Herzsprung, Tänzerin Isabel Edvardsson, DSDS-Sängerin Lisa Bund, Musiker DJ Tomekk, RTL-Moderator Björn-Hergen Schmimpf und Ex-Fußballnationaltorwart Eike Immel werden wohl auch den ein oder anderen Nervenzusammenbruch erleiden dürfen.

Gewohnt gehässig moderiert der schwule Vegetarier Dirk Bach wie in den beiden ersten Staffeln die Kakerlaken-Massaker im Dschungel. An seiner Seite steht die lächelnde Domina Sonja Zietlow, einer der RTL-Allzweckwaffen. Bei aller Kritik an der Sendung muss man eines den beiden lassen: Ihre brutalstmöglichen Ironieanfälle sind immer köstlich.

Warum gehen die Kandidaten in den Dschungel? "Ich hab für RTL schon so viel Blödsinn gemacht", begründet Björn-Hergen Schimpf, der ja bereits in der ersten Stunde des Senders in den 80er Jahren für die damals in Luxemburg ansässige Anstalt aktiv war. Dem 64-Jährigen scheint Privatfernsehen schon so in Fleisch und Blut übergegangen zu sein, dass nichts mehr wehtut. Die meisten anderen Teilnehmer wollen wohl versuchen, gegen ihre Bedeutungslosigkeit anzukämpfen – was den beiden bisherigen Gewinnern Costa Cordalis und Désirée Nick zumindest ein wenig gelungen ist. Auch andere Dschungelbewohner konnten ihren Trashauftritt für sich nutzen: So ergatterte das umstrittene "Hackebeil" Caroline Beil ("Motherfuckers") einen recht akzeptablen Job in einer ARD-Soap. Für andere geht es um die glatte Existenz. So musste der inzwischen 47-jährige Eike Immel, der in den 80ern das größte Towarttalent der Nation war, erst kürzlich einen Offenbarungseid leisten. Er hatte Zeit seines Lebens über seine Verhältnisse gelebt und sich übelst verspekuliert. Die RTL-Kohle kann er also gut gebrauchen.

Kreischen mit Ross

Doch genug vom realen Leben und ab in den Dschungel: "Unser" Kandidat, der 33-jährige Ross Antony, verspricht schon, bei den Ekel-Tests zu unser aller Unterhaltung laut zu kreischen: "Ich hab tierische Angst wegen Spinnen, Ratten und Kakerlaken", erklärte Antony neugierigen RTL-Reportern. Selbst in der Natur zu schlafen – auch (oder gerade) wenn er von 50 Kameras umgeben ist – bereite ihm Missmut. Aber es gibt Abhilfe: Zwei Luxusgegenstände dürfen die Kandidaten mitnehmen. Antony entspricht bei der Auswahl gewissen Klischees: Er will ein Kuscheltier und "ein Pott Haargel" im Dschungel bereithalten - damit die blondierte Mähne auch im Dschungel so vorbildlich steht wie auf den Promo-Fotos. So hat er eines mit Bata Illic gemein: Der will im Dschungel darauf achten, dass er immer gut gekämmt ist – eine Augenweide! Julia Biedermann ("Ich heirate eine Familie") geht hier pragmatischer vor: Sie bringt ein Kopfkissen und ein Taschenmesser nach Australien mit – die Schlangen oder die Dschungelkollegen könnten ja zu sehr nerven…

"Ich bin ein Star, holt mich hier raus" – erste der geplanten 16 Folgen: Freitag, 11. Januar, 22:15 Uhr, RTL (Wdh. um 0:35 Uhr)

11. Januar 2008

02.01.26 | "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"
The only gay in the camp: Hubert Fella im Dschungel
16.12.25 | Der Dschungel ruft zum 19. Mal
Der Starttermin für das Dschungelcamp 2026 steht fest
-w-

#1 bastianAnonym
  • 11.01.2008, 12:54h
  • Diesen Bericht muss ich aber nicht verstehen?! Oder?!? Da wird doch immer von Einigkeit und Toleranz gepredigt und dann liest man hier "unser" Mann. Mal abgesehen davon, daß ich auch die Bezeichung "Super-Schwuppe" mehr als klischeehaft daneben finde! Und dann wird jetzt schon angekündigt, daß wir uns eines kreischenden homosexuellen Ex-Band-Mitglied erfreuen dürfen, der auch noch sein Kuscheltier (womöglich eine pinke Plüschmaus?!) mitbringt. Gute Nacht schöne Welt! Und wie ist das hier eigentlich für die eingefleischten Queer.de-Schreiber und Gegen-Hetero-Dauer-Nörgler?! Darf man die Sendung überhaupt schauen? Schließlich ist da ja eine Ex-Porno-Queen dabei und die ist auch noch Hetero! Ui ui ui, sehr bedenklich. Sollte es für mehr Toleranz nicht nur ein Ich-bin-ein-Gay-holt-mich-hier-raus-Dschungelcamp geben? Fragen über Fragen!! Vielleich kann mir jemand weiterhelfen?!? Schönes Woend @all

    Bastian :-D

    *loool
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#2 wolfAnonym
  • 12.01.2008, 08:10h
  • wer rtl guckt, ist selber schuld !
    hätten die alle was anständiges gelernt, würde uns einiges erspart bleiben !
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#3 björnAnonym
  • 12.01.2008, 10:57h
  • "Oder wie Superzicke Désirée Nick der angeekelten Bohlen-Gespielin Naddel bei Verzehr von Megaraupen anschrie: "Schluck’s runter!". Nicht, dass Frau Abd el Farrag diesen Satz zum ersten Mal hört…"

    Ha. Ha.
    Wie witzig...

    Das nennt man wohl Pubertätshumor.
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