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- 18. Januar 2008 2 Min.
Washington (queer.de) - Der republikanische Präsidentschaftsbewerber und ehemalige Baptisten-Prediger Mike Huckabee hat in einem Interview Homosexualität mit Sodomie und Pädophilie sowie Abtreibung mit Sklaverei gleichgesetzt. Der 52-Jährige bekräftigte, dass er für einen Verfassungszusatz kämpfen werde, der die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert.
"Die Ehe gibt es so lange, wie es die Menschheitsgeschichte gibt und diese Institution war immer als lebenslange Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau gedacht", so Huckabee gegenüber dem christlichen Onlinemagazin "Beliefnet". "Es ist keine radikale Ansicht, die Ehe als solche zu benennen. Es ist aber meiner Meinung nach eine radikale Ansicht, wenn die Definition der Ehe geändert wird, zum Beispiel wenn zwei Männer, zwei Frauen, ein Mann und drei Frauen, ein Mann und ein Kind oder ein Mann und ein Tier heiraten können".
Der ehemalige Gouverneur von Arkansas erklärte zudem, dass Abtreibung bundesweit verboten werden müsse und nicht die Angelegenheit der Bundesstaaten sein dürfe. Er verglich das Abtreibungsrecht mit der Sklaverei, die schließlich im 19. Jahrhundert nach dem Bürgerkrieg auch bundesweit verboten worden sei. Derzeit haben die USA (mit Unterschieden zwischen den Bundesstaaten) eines der liberalsten Abtreibungs-Gesetze der Welt.
Huckabee hat die Vorwahlen in Iowa gewonnen und ist insbesondere unter evangelikalen Christen populär. Favorit auf die Präsidentschaftsnominierung bei den Republikanern ist derzeit aber der 71-jährige John McCain. (dk)









