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- 22. Januar 2008 1 Min.
Rom (queer.de) - Die Mitte-Links-Regierung von Romano Prodi ist offenbar am Ende, weil die kleine katholische Partei Unione Democratici per l'Europa (UDEUR) aus der Koalition ausgetreten ist. Grund dafür ist eine Korruptionsaffäre des UDEUR-Chefs und Ex-Justizministers Clemente Mastella. Damit verliert Prodi seine Mehrheit im Senat. Die UDEUR und die vom Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi angeführte Opposition fordern nun Neuwahlen.
Die UDEUR war der einzige erbitterte Gegner der Homo-Ehe in der Neun-Parteien-Koalition. Das Kabinett hat im Februar 2007 trotzdem die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften beschlossen (queer.de berichtete). Allerdings kam es nur knapp zwei Wochen später zu einer Regierungskrise, weil die Grünen und Kommunisten, die ebenfalls in der Koalition vertreten sind, der Regierung in einer außenpolitischen Frage eine Abstimmungsniederlage bescherten (queer.de berichtete). Prodi konnte daraufhin nur unter Zugeständnissen weiterregieren – und opferte unter anderem die Homo-Ehe (queer.de berichtete).
Prodi hat nun in beiden Kammern des Parlaments die Vertrauensfrage gestellt. Er forderte seine bisherigen Verbündeten auf, die Arbeit weiterzuführen. Seine Regierung ist seit 20 Monaten im Amt. (dk)















und es schmerzt, dass es wieder einmal auf Kosten des Fortschrittes geht .