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  • 22. Januar 2008 11 1 Min.

Rom (queer.de) - Die Mitte-Links-Regierung von Romano Prodi ist offenbar am Ende, weil die kleine katholische Partei Unione Democratici per l'Europa (UDEUR) aus der Koalition ausgetreten ist. Grund dafür ist eine Korruptionsaffäre des UDEUR-Chefs und Ex-Justizministers Clemente Mastella. Damit verliert Prodi seine Mehrheit im Senat. Die UDEUR und die vom Ex-Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi angeführte Opposition fordern nun Neuwahlen.

Die UDEUR war der einzige erbitterte Gegner der Homo-Ehe in der Neun-Parteien-Koalition. Das Kabinett hat im Februar 2007 trotzdem die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften beschlossen (queer.de berichtete). Allerdings kam es nur knapp zwei Wochen später zu einer Regierungskrise, weil die Grünen und Kommunisten, die ebenfalls in der Koalition vertreten sind, der Regierung in einer außenpolitischen Frage eine Abstimmungsniederlage bescherten (queer.de berichtete). Prodi konnte daraufhin nur unter Zugeständnissen weiterregieren – und opferte unter anderem die Homo-Ehe (queer.de berichtete).

Prodi hat nun in beiden Kammern des Parlaments die Vertrauensfrage gestellt. Er forderte seine bisherigen Verbündeten auf, die Arbeit weiterzuführen. Seine Regierung ist seit 20 Monaten im Amt. (dk)

-w-

#1 madridEUAnonym
  • 22.01.2008, 14:59h
  • Unübersichtliche italienische Verhältnisse wie immer
    und es schmerzt, dass es wieder einmal auf Kosten des Fortschrittes geht .
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#2 seb1983
  • 22.01.2008, 16:18h
  • Schade.
    Italien wird in den nächsten Jahrzehnten zu den großen Verlierern in Europa zählen wenn sich nicht gewaltig etwas ändert.
    Wahlchaos und Vetternwirtschaft hat der Italiener zwar bisher mit einem Achselzucken wahrgenommen und ignoriert aber so kann es nicht weiter gehen.
    Das komplette Regierungssystem ist dermaßen verworren und bedarf einer grundlegenden Reform, bei minimalen Änderungen Legen Streiks das Land lahm und einer der dutzenden Koalitionspartner knickt ein.
    Armes Italien...
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#3 LukeAnonym
  • 22.01.2008, 18:19h
  • Ich finde es erschreckend, dass sich Länder wie Brasilien, Kolumbien oder Venezuela wesentlich drastischer von den Ansichten der katholischen Kirche emanzipieren kann, wenn es um die Politik geht, als ein ach so modernes Land wie Italien. Die Regierungen der oben genannten Länder haben es sogar fertig gebracht, dem Popen und diversen katholischen Organisationen eine Einmischung in die Aids- und Sexualpolitik schlichtweg zu untersagen. Manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass Italien politisch mehr und mehr zur Bananenrepublik verkommt.
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