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- 23. Januar 2008 2 Min.
Nach Beschwerden über wichsende und blasende Badegäste zieht das Hockenheimer Spaßbad den Schlussstrich.
Von Carsten Weidemann
Die Herrensauna des Hockenheimer Spaßbades "Aquadrom" ist wegen schwuler Sex-Eskapaden geschlossen worden. Auslöser war ein empörter Brief eines 52-jährigen heterosexuellen Badegastes an den Betreiber.
In dem Protestschreiben von Walter G. aus Mannheim heißt es u.a.: "Nachdem ich geduscht und in der Sauna Platz genommen hatte, bemerkte ich, dass ein älterer Herr einen jungen Mann in der Sauna onanierte, obwohl noch mehrere Herren sich in der Sauna aufhielten. (...) Ich schaute mir die Leute in der Sauna an und hatte auf einmal das Gefühl, du bist hier falsch. Das sind bestimmt lauter Homosexuelle hier." Für den 52-Jährigen war dies nicht der einzige Schock: "Als ich (…) an den beiden Kalt- und Warmwasser-Tauchbecken vorbeigehe, Ist gerade der ältere Herr dabei, dem jungen Adonis einen zu blasen."
Nach Informationen von Radio Regenbogen war der Brief von Walter G. nicht die erste Beschwerde über das freizügige schwule Treiben im öffentlichen Schwimmbad. Trotz zahlreicher Hausverbote, die das Bad bereits gegen schamlose homosexuelle Gäste ausgesprochen habe, sei die Situation "immer mehr eskaliert". Auch die Putzfrauen hätten sich schon über "besondere Reinigungsarbeiten" in der Herrensauna beklagt.
"Aquadrom"-Werksleiter Siegfried Ferling hofft nun, einen Schlussstrich unter die Affäre gezogen zu haben: Ab sofort gibt es für die Badegäste nur noch eine gemischte und eine Damensauna. (cw)
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» Aquadrom Hockenheim














