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- 31. Januar 2008 2 Min.
Berlin (queer.de) - Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat angekündigt, dass das Mahnmal für von den Nazis verfolgte Homosexuelle schon im Frühling in Berlin eingeweiht werden soll. "Über einen Text konnte mit dem Verband der Schwulen und Lesben Einigung erzielt werden", erklärte Neumann gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Die vom Bund getragenen Kosten bezifferte er auf 600.000 Euro. Das Mahnmal ist bereits fertig gestellt, befindet sich aber noch unter einer Holzkiste.
Des Weiteren soll in der Nähe auch ein Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma erstellt werden, für das der Bund bis zu zwei Millionen Euro zur Verfügung stellt. Hier hatte ein Streit zwischen den Opferverbänden die Errichtung verzögert. Man war sich nicht einig, ob auf einer Erklärungstafel nahe dem Mahnmal "Sinti und Roma" oder "Zigeuner" stehen solle. Jetzt wird keiner der Bezeichnungen verwendet. Der Bau soll hier in Kürze beginnen.
Auch beim Homo-Mahnmal gab es die beiden vergangenen Jahre Streit. Hier sollte zunächst durch ein kleines Fenster ein Endlos-Film mit zwei küssenden Männern gezeigt werden (queer.de berichtete). Ein gutes halbes Jahr, nachdem das Konzept des Mahnmals in einer öffentlichen Ausschreibung beschlossen worden war, startete die Frauenzeitschrift "Emma" eine Kampagne gegen das Mahnmal, weil es zu lesbische Opfer des Nationalsozialismus nicht berücksichtige (queer.de berichtete). Als Kompromiss sollen nun alle zwei Jahre schwule und lesbische Küsse im Wechsel gezeigt werden (queer.de berichtete). (dk)













Schließlich darf sich das, was in Deutschland vor über 60 Jahren passiert ist nicht wiederholen!
Und deshalb muss man die Öffentlichkeit immer wieder auf diese grausamen Taten aufmerksam machen.
Ich selbst habe schon zwei KZs besucht.
Es ist einfach unvorstellbar, wie grausam dort Menschen ermordet wurden.
Es ist aber nicht nur wichtig, dass wir daran erinnern, sondern auch, dass wir es nie wieder dazu kommen lassen!