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- 01. Februar 2008 2 Min.
Los Angeles (queer.de) - Die Porno-Regisseurin Chi Chi LaRue hat ungewöhnlich scharf Bareback-Pornos kritisiert. "Als ich zum ersten Mal Bareback-Filme in den Läden gesehen habe, war ich natürlich sehr enttäuscht", so die Dragqueen, die bürgerlich Larry David Paciotti heißt. "Anfangs sah es so aus, als ob HIV-positive Darsteller es mit anderen HIV-positiven Darstellern trieben – ein Verhalten, dass in der Gay Community üblich sein soll". Jetzt sei die Lage aber um einiges ernster, da viel mehr kondomfreie Filme in den Handel kämen. "Derzeit sehen wir 18-jährige Jungspunde, die von mehreren Männern hintereinander ohne Kondom durchgevögelt werden. 20-Jährige in England sollen sich bereits infiziert haben, nachdem sie ihren ersten Porno gedreht haben."
Sie glaubt nicht daran, dass die Porno-Produzenten die Darsteller allein mit Tests vor einer HIV-Infektion schützen könnten. "Was, wenn der Test einen Tag, bevor das Virus festgestellt werden kann, gemacht wurde?", fragt sie. Einen lukrativen Vertrag mit der Firma Vivid Video habe sie nicht unterschrieben, weil in diesem Label Kondome nicht mehr Pflicht waren. "Ich habe Angst, dass mehr und mehr Darsteller ihre Gesundheit beim Dreh gefährden und falsche Vorbilder sind", so die Besitzerin des Labels Rascal Video. Sie kritisiert auch Produzenten von Hetero-Pornos, bei denen die Darsteller zum größten Teil keine Kondome tragen. In Schwulenpornos in den USA ist Barebacking dagegen – anders als in Europa – noch weitgehend verpönt.
LaRue empfiehlt im persönlichen Sex-Leben jeden Partner so zu behandeln, als ob er HIV-positiv sei. Sie ist seit Jahren als Safer-Sex-Aktivistin unterwegs. In ihren Pornos tragen alle Darsteller grundsätzlich Kondome. (dk)














