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- 06. Februar 2008 2 Min.
Washington (queer.de) - Nach der gestrigen "Super-Wahldienstag" steht John McCain als Gewinner der Republikaner so gut wie fest, während sich Hillary Clinton bei den Demokraten leichte Vorteile gegenüber ihrem innerparteilichen Konkurrenten Barack Obama erarbeiten konnte. Der moderate McCain gewann bislang zwar nur neun der 21 Bundesstaaten, darunter aber auch die bevölkerungsstärksten Zentren Kalifornien und New York. Seine Widersacher konnten dagegen im Bibel-Gürtel und im bevölkerungsarmen Mittleren Westen punkten: Sein schärfster Konkurrent Mitt Romney gewann sieben Staaten, der homophobe Prediger Mike Huckabee brachte es auf fünf Staaten. Mit 487 Delegiertenstimmen führt McCain nun klar vor Mitt Romney (176 Stimmen).
Bei den Demokraten ist das Rennen noch knapper: Zwar gewann Barack Obama 13 Staaten, während Hillary Clinton nur acht Siege feiern konnte. Allerdings konnte Clinton Kalifornien und New York klar für sich entscheiden, Obama gewann dagegen provinziell orientierte Staaten mit niedrigerer Bevölkerung - und erhielt dadurch weniger Delegiertenstimmen. Clinton führt hier laut Hochrechnungen mit 631 zu 525 Stimmen.
Clinton unter Homos vorn
Umfragen zufolge unterstützen die meisten Schwulen und Lesben Clinton. In Kalifornien stimmten nach Angaben von CNN 60 Prozent der Homosexuellen für Clinton, 25 Prozent für Obama (Heteros: 52 Prozent für Clinton, 40 Prozent für Obama). Schwule und Lesben machten darin vier Prozent aller demokratischen Wähler aus, so der TV-Sender. Im Staat New York, in dem Homos sieben Prozent der Wähler stellten, war der Abstand zwischen den beiden Kontrahenten geringer - allerdings bevorzugten Schwule und Lesben auch hier eher Clinton.
Große Unterschiede gibt im Wählerverhalten gibt es beim Geschlecht und ethnischen Gruppen. So bevorzugen Frauen Clinton, während Männer eher Obama wählen. Eine überwältigende Mehrheit der Latinos spricht sich für Clinton aus, was zu ihrem Sieg in Kalifornien wesentlich beitrug. Dagegen entscheiden sich Schwarze hauptsächlich für Obama, was zu klaren Siegen in Staaten des Bibelgürtels geführt hat. Clinton spricht zudem eher Katholiken und Ältere an, während Obama insbesonders bei Protestanten und Unter-50-Jährigen punktet.
Wie Obama spricht sich Clinton für Eingetragene Partnerschaften, umfassende Antidiskriminierungsgesetze und ein Ende des Verbots für homosexuelle Soldaten aus. Unter den Republikanern finden diese Vorschläge kein Gehör, allerdings gilt Favorit McCain als moderat und arbeitete als Senator in der Vergangenheit oft mit den Demokraten zusammen. (dk)










Bei einem weiteren republikanischen Präsidenten wird sich hingegen nichts ändern, sondern sich sogar verschlimmern, wenn es Mike Huckabee schaffen sollte...der geht nämlich gar nicht und würde das Klima in den USA noch mehr "vergiften". Da ist dann wirklich McCain noch der "harmloseste" Kandidat unter den republikanischen Favoriten...aber insgesamt wäre ein Wahlsieg der Demokraten bei den Präsidentschaftswahlen dringend im Herbst herbeizuwünschen.