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- 06. Februar 2008 1 Min.
Berlin (queer.de) - In Berlin befürchten Ärzte, dass Praxen für HIV-Patienten wegen einer Absenkung der Honorare durch die Krankenversicherungen bald schließen müssen. Das berichtet der "Tagesspiegel". "Die Versorgungsstrukur ist in Gefahr", erklärte ein HIV-Schwerpunktarzt aus Charlottenburg gegenüber der Tageszeitung. Patienten könnten nicht mehr gründlich untersucht werden.
Die Kassenärztliche Vereinigung hat die AOK-Honorare für jeden HIV-Patient von 61 auf 45 Euro abgesenkt. Außerdem wurde die Pauschale für Patienten aus dem Umland ganz abgeschafft. Im Rahmen der Gesundheitsreform, die am 1. Januar 2009 in Kraft treten soll, ist sogar ein kompletter Wegfall der Pauschalen geplant. Die Kassenärztliche Vereinigung hofft, dass mit dem Wegfall die "tatsächliche Arbeit der Ärzte" bezahlt werde.
Die HIV-Pauschale wurde Anfang der 90er Jahre in Berlin eingeführt. Dadurch verfügt die Hauptstadt jetzt über ein engmaschiges Netz von 15 Spezialpraxen. Einer von fünf HIV-positiven Patienten aus Deutschland wird derzeit in Berlin behandelt. (dk)















Ein "freudscher Versprecher" im Artikel: Es sind noch immer Honorare und nicht Homorare *g*
Anmerkung der Redaktion: Danke für die Hinweis, wir haben den Tippfehler nun korrigiert!