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  • 06. Februar 2008 14 2 Min.

Kingston (queer.de) - Mehrere Homo-Gruppen und die jamaikanische Presse berichten von einem brutalen Überfall auf Schwule in der Kleinstadt Mandeville. Letzte Woche hat dort eine Gruppe von 20 Männern ein Haus belagert, in dem vier Männer lebten, die der Mob der Homosexualität beschuldigte. Nach einer Stunde drangen die grölenden Männer ins Haus ein und prügelten auf ihre Opfer ein. Zwei der Männer wurden brutal zusammengeschlagen, einem von ihnen wurde das Ohr abgetrennt, der andere erlitt Verletzungen an der Wirbelsäule. Ein weiteres Opfer wird vermisst. Einer jamaikanischen Zeitung zufolge ist der Mann wahrscheinlich gelyncht worden. In einer Grube nahe des Hauses sei sein Blut gefunden worden.

Der Mob hatte zuvor verlangt, dass die Schwulen die Stadt verlassen sollten. Die Polizei, die von den Opfern mehrfach angerufen wurde, kam erst 90 Minuten nach Beginn der Belagerung und 30 Minuten, nachdem die Täter in das Haus eingebrochen waren.

Bislang gab es wegen des Vorfalls noch keine Verhaftungen.

Eine Polizeisprecherin in der Hauptstadt Kingston kündigte an, dass die Behörden mehr tun wollten, um Homosexuelle zu schützen. "Die Polizei fängt zwar an, Schwule und Lesben besser zu behandeln", erklärte Rebecca Schleifer von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. "Allerdings hat das viele Polizeistationen noch nicht erreicht."

In Jamaika gab es in den letzten Jahren wiederholt Übergriffe auf Schwule, bei denen Dutzende Menschen ermordet worden sind. Reggae-Sänger heizen die homophobe Stimmung mit Liedern über Lynchjustiz weiter an. Homosexualität wird auch juristisch als Verbrechen geahndet: Darauf stehen zehn Jahre Haft mit Zwangsarbeit. (dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 06.02.2008, 16:59h
  • Fakten und Argumente haben bei Faschisten noch nie etwas gebracht. Es gibt nur eine internationale Sprache, die jeder versteht und die wirklich etwas bewirkt: das Geld!!

    Nur durch Boykotte kann man in solchen Fällen Dinge ändern. Das heißt Vermeiden aller Produkte und Dienstleistungen aus solchen Ländern und erst recht keinen Urlaub dort machen. Die leben vom Tourismus! Wenn man da ansetzt, könnte man was ändern, sonst wird das noch ewig so weitergehen...

    Aber auch hierzulande liegt einiges im Argen, da ja die im Artikel erwähnten homophoben und zu Gewalt aufrufenden Reggae-Sänger auch hier auftreten und ihre CDs und Merchandising verkaufen. Auch hier kann jeder was bewirken. Wenn man denen den Geldhahn zudreht, werden die Aufrufe zur Gewalt gegen Schwule aufhören....
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#2 HyronimoAnonym
  • 06.02.2008, 18:01h
  • Reggae! wenn ich dieses Wort höhre bekomme ich sooon Hals, diese ganze verdammte Karibik, dass ist schon keine Homophobie mehr bei denen, dass ist irgendwie mehr, diese Leute sind da offensichtlich geistig schwerst gestört, latschen alles fünf Minuten auf ne Harke oder was weis ich.

    Leider bringt es überhaupt gar nichts, wenn man diese Länder
    in welcher Form auch immer boykottiert, Schwule oder Lesben sind ne Minderheit und werden es auch bleiben, es gibt genügend Heten denen macht das alles überhaupt gar nichts aus und die fahren gerne da hin, sehr traurig aber leider war.
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#3 WissenderAnonym
  • 06.02.2008, 18:14h
  • Reggae? Hören das nicht immer die Linken,weil es so doll Multi-Kulti ist.
    Und sind es nicht immer die Linken die Jamaika anfeuern z.B. beim Fußball, wenn es gegen die pöhsen kapitalistischen Staaten geht. Naja....
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