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  • 07. Februar 2008 18 2 Min.

In Großbritannien ist die Werbekampagne einer christlichen Gruppe verboten worden, die gegen Homosexuelle Stimmung macht.

Von Markus Steiner

Die britische Advertising Standards Authority (ASA) hat eine Werbekampagne verboten, in der Homosexuelle diskriminierend dargestellt werden. Wie der "Guardian" berichtet, hatte eine mobile Reklametafel mit der Aufschrift "Ziel der Homosexuellen: Abschaffung der Familie" zu Beschwerden von besorgten Bürgern geführt. Die Anzeige stelle eine Beleidigung dar und sei "keine akkurate Darstellung der Ansichten Homosexueller", lautet die Kritik. Die gesamte Kampagne sei Ausdruck für ein "stillschweigend akzeptiertes antisoziales Verhalten" und dürfe nicht weiter verbreitet werden.

Die hinter der Werbeanzeige stehende christliche Organisation Christian Congress for Traditional Values (CCTV) beruft sich hingegen als Rechtfertigung auf ein "allgemeines Verständnis", das innerhalb Großbritanniens herrsche und demzufolge Homosexuelle nicht unbedingt mit Familienwerten in Verbindung gebracht werden.

"Solche Grenzüberschreitungen sind in Deutschland eher ein Randphänomen", meint Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW). Der Vergleich mit Großbritannien falle aber schon alleine aufgrund einer grundlegend anderen rechtlichen Ausgangssituation schwer. "Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Regierung eigene Werbegesetze erlassen hat, setzt man dort auf Selbstkontrolle", erklärt Nickel. "Während bei uns also der Richter über eine derartige Grenzverletzung entscheidet, kann in Großbritannien die ASA ein konkretes Verbot aussprechen", ergänzt der Werbeexperte. Deutsche Bundesbürger könnten sich in solchen Fällen aber an den Werberat wenden, der mit einer Durchsetzungsquote von 97 Prozent ein wichtiges Gremium für die Werbekontrolle darstelle.

Die ASA rechtfertigte das Verbot der umstrittenen Werbekampagne vor allem damit, dass mit der darin wiedergegebenen Botschaft ein negatives Pauschalurteil über die ganze Homo-Community abgegeben werde. Dies sei auf keinen Fall zulässig, auch wenn die Aussage - wie im vorliegenden Fall - wohl mit den Ansichten der hinter der Kampagne stehenden Auftraggeber übereinstimmen würde. "Wir haben bei dieser Aussage und der Art, wie sie in Erscheinung tritt, die große Befürchtung, dass sie sowohl für die Gemeinschaft der Homosexuellen als auch für die Verfechter des Gleichheitsgedankens ein Ärgernis darstellt", fasst ein ASA-Sprecher die zentralen Gründe für das ausgesprochene Verbot zusammen.

7. Februar 2008

-w-

#1 Kinney
  • 07.02.2008, 19:22h
  • Da ich aus der " Ecke " Ursprünglich komme finde ich es ein grissen Schritt für das Land das sie diese werbung Verbitten egal wie Krichlich sie selber sind und welche vorurteile sie haben gegen Homosexuelle..-
    Wie Gesagt da ich das Land kenne wirklich grosser schritt.-
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#2 ThomasAnonym
  • 07.02.2008, 20:58h
  • @ kinney
    ja ich kann mich noch an clause 28 und Thatcher erinnern. Ich hab damals dort gewohnt.
    Die haben wirklich einen großen Schritt gemacht ...
    Was diese Schwachsinnskampagne soll ist mir schleierhaft .... Das beweist doch daß die nicht denken! - Wahrscheinlich haben die statt der Gesangsbücher ihr Gehirn zurückgelassen ...
    Gerade Schwule und Lesben wollen gerne in einer familienähnlichen Struktur leben. Deswegen haben wir doch für " eingetragene Partnerschaften" gekämpft.
    Wieso sollen wir da die Ehe "auflösen" wollen ....
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#3 hoppiAnonym
  • 07.02.2008, 21:19h
  • Christliche Gruppe? Und ich dachte immer, das die "Aufklärer" recht haben könnten. Siehste mal Fred, nicht die Muslime sind in UK das Problem, sondern die "Christen"!
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