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- 07. Februar 2008 1 Min.
London (queer.de) - Der Chef der Anglikanischen Gemeinschaft, Erzbischof Rowan Williams, spricht sich für die Zulassung der Scharia in Großbritannien aus. Im BBC-Radio erklärte der Geistliche, dass viele Muslime die britische Rechtsprechung nicht anerkennen würden. Ihnen könne dann eine Wahlmöglichkeit zwischen dem britischen und dem Scharia-Recht eingeräumt werden. Als Beispiel für die Konflikte von Muslimen nannte Williams das Eherecht. So könnten Muslime, die sich von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlten, in England heimisch werden.
Gleichzeitig sagte der 57-Jährige aber, dass radikale Interpretationen des islamischen Gesetzes nicht automatisch übertragen werden sollten. "Wir können nicht sagen, dass die Scharia das ist, was in Saudi-Arabien umgesetzt wird", so Williams.
In vielen muslimischen Ländern wird das Verbot von Homosexualität mit der Scharia begründet. Manche Staaten - wie der Iran - verhängen sogar die Todesstrafe gegen Schwule.
Vertreter aller großen Parteien lehnten den Vorschlag Oberhauptes der anglikanischen Kirche ab. Ein Sprecher von Premierminister Gordon Brown (Labour) sagte, dass "britisches Recht an britische Werte" gebunden sein müsse. Nick Clegg, Chef der oppositionellen Liberaldemokraten, erklärte: "Menschen haben hier das Recht, nach ihren eigenen religiösen Vorstellungen zu leben. Sie können sich aber damit nicht über das Gesetz stellen, vor dem alle gleich sind." (dk)














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