https://queer.de/?8275
- 08. Februar 2008 2 Min.
San Francisco (queer.de) - Senator Barack Obama weigerte sich 2004, mit Gavin Newsom, dem Bürgermeister von San Francisco, fotografiert zu werden, weil sich dieser für die Öffnung der Ehe einsetzte. Das berichtet die Tageszeitung "San Francisco Chronicle". Das Blatt zitiert den ehemaligen Bürgermeister Willie Brown, der eine Wahlkampfveranstaltung organisiert hat. "Obama hat davor zu mir gesagt, dass er nicht auf einem Foto mit meinem Bürgermeister sein will", so Brown.
Der Demokrat Newsom hatte schon vor einem Jahr von dem Ereignis berichtet, ohne jedoch Namen zu nennen: "Einer der Kandidaten, die sich um die Präsidentschaftskandidatur bewerben wollen, lässt sich nicht mit mir fotografieren. Ich schwöre, dass das wahr ist", so Newsom im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Diese Person will nicht mal im selben Raum sein wie ich." Newsom hatte sich für sechs Monaten für Hillary Clinton als Präsidentschaftskandidatin ausgesprochen.
Ex-Bürgermeister Brown sagte ferner, er nehme Obama die Entscheidung nicht übel, da es im Süden seines Heimatstaates Illinois viele konservative Wähler gebe. Die Wahlkampfzentrale von Barack Obama hatte zuvor immer Gerüchte um die Fotophobie von Obama gegenüber Newsom zurückgewiesen.
Newsom hatte Anfang 2004 die Ehe in San Francisco für Schwule und Lesben geöffnet (queer.de berichtete). Ein Gericht stoppte einen Monat später die Eheschließungen (queer.de berichtete). Newsom habe nicht im Alleingang handeln dürfen, befanden die Richter. Eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof Kaliforniens über die Homo-Ehe wird derzeit noch verhandelt. (dk)









