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- 15. Februar 2008 2 Min.
Auf der Berlinale wurde am Donnerstagabend die schwul-lesbischen Filmpreise vergeben.
Von Carsten Weidemann
Im Rahmen einer Gala im Berliner Haus der Kulturen der Welt sind am Donnerstagabend wieder die schwul-lesbische Filmpreise Teddys verliehen worden. Gleich achtmal wurde die begehrte bronzene Trophäe vergeben – die Hälfte davon ging an zwei Berlinale-Beiträge, die sich mit dem Iran beschäftigen.
"Be Like Others" von Tanaz Eshaghian erhielt sowohl den Spezialpreis der achtköpfigen Jury als auch den Leserpreis des schwul-lesbischen Stadtmagazins Siegessäule. Der Film ist "ein kompromissloses und bewegendes Porträt über die schockierenden Realität, der queere Iranerinnen und Iraner ausgesetzt sind", heißt es in der Begründung der Jury.
Ebenfalls zwei Preise, nämlich den Teddy für de besten Dokumentarfilm sowie den erstmals verliehenen Volkswagen-Zuschauerpreis, erhielt "Football Under Cover" von David Assmann und Ayat Najafi. Der Film begleitet eine Kreuzberger Frauenfußballmannschaft zu einem Freundschaftsspiel in den Iran und setzt sich unterhaltsam wie fesselnd mit den Geschlechterrollen in dem islamischen Land auseinander.
Als bester Spielfilm wurde "The Amazing Truth About Queen Raquela" ausgezeichnet. Olaf de Fleur Johannesson schildert darin die Lebensgeschichte einer philippinischen Transsexuellen, die es nach Island verschlägt.
Dem Brasilianer Felipe Sholl wurde für seine Sexkomödie "Tá" der Teddy für den besten Kurzfilm überreicht. Der Film ist eine "scharfe und witzige Betrachtung einer kurzen Begegnung zwischen zwei Jungen", so die Jury-Begründung.
Darüber hinaus wurden diesem Jahr zwei Special-Teddys "für besondere Verdienste um die queere Filmkultur" verliehen. Ausgezeichnetet wurde sowohl die Filmkritiker, Filmscouts und Filmemacher Hans Stempel und Martin Ripkens sowie Keith Collins, Simon Fisher Turner, Isaac Julien, James Mackay und Tilda Swinton, die das Erbe des britischen Filmemachers Derek Jarman lebendig halten.
Der Kulturkanal arte strahlt eine Zusammenfassung der Gala am Freitag, 15. Februar, ab 23.35 Uhr aus.
15. Februar 2008
Links zum Thema:
» www.teddyaward.org
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
Mi, 20:15h, rbb:
Legenden
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Ausserdem sollte sich eine professionelle Moderatorin besser und fundierter vorbereiten... Namen falsch auszusprechen und Gastredner darauf hinzuweisen, wo sich denn die Mikrofone befinden... gaaaanz schlimm!
"arte" hat die Verleihung sehr stümperhaft geschnitten - das Anschauen war keinerlei Genuss.
Man sollte hier schon mit etwas mehr Gespür an einen Zusammenschnitt einer Verleihung herangehen.
Traurig fand ich es auch, wie unglamourös die Preisträger und auch Gäste kleideten... wird doch den schwullesbischen Menschen ein gewisser Sinn für Mode und Stil nachgesagt... schlimm, schlimm.
So lobenswert die "Teddy Awards" auch sind... so viel ist an einer gekonnten Präsentation live wie auch im Fernsehen noch zu arbeiten.
Aber immerhin ein Anfang...