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- 21. Februar 2008 2 Min.
Stuttgart (queer.de) – Die Evangelische Allianz kritisiert das Motto des Christopher-Street-Days Stuttgart scharf. Im Juli soll der schwäbische CSD unter der Überschrift "Ich glaube" abgehalten werden. Der Chef der Stuttgarter Evangelischen Allianz, Gerhard Lieb, rief im Gespräch mit der christlichen Nachrichtenagentur idea zu Wachsamkeit auf. Seiner Ansicht nach sollten es Christen nicht der "Schwulenlobby" überlassen, was Glauben ist. Denn dieses Wort beziehe sich der christlichen Überzeugung nach ausschließlich auf Gott und die Anerkennung dessen Werteordnung, die die Grundlage für das Zusammenleben bilde.
Idea zitiert zudem Christian Tsalos, den Sprecher der württembergischen Landeskirche. Er sagte, die Kirche lassen sich durch das Motto "nicht provozieren". Eher müssten sich die CSD-Veranstalter von den klaren Aussagen der Kirche zum dreieinigen Gott provoziert fühlen, weil deren Glaubensbegriff zu vage sei, so Tsalos.
Schon vergangene Mottos des CSD Stuttgart eckten wie "Familie heute" (2005) und "Bist du auch normal?" (2006) eckten in einigen kirchlichen Kreisen sowie in konservativen Bevölkerungsschichten an. Der baden-württembergische Landespolitiker Andreas Renner (CDU) musste als Sozialminister zurücktreten, weil er im Jahre 2005 die CSD-Schirmherrschaft übernommen hatte und es dann zum Streit mit der katholischen Kirche kam (queer.de berichtete).
"Provokation gehört beim CSD zum Geschäft", erklärte dazu CSD-Vorstand Christoph Michl. "Nur wenn man Dinge klar und deutlich auf den Punkt bringt und manchmal auch ein bisschen überspritzt darstellt, wird man in der heutigen Zeit wahrgenommen. Und meist entsteht daraus ein fruchtbarer Dialog", so Michl weiter. Mit aktuellen Motto wollen die Versanstalter den Begriff "Glauben" wieder für sich gewinnen, weil dieser von den Kirche vereinnahmt werde: "Jeder Mensch, auch der homosexuelle, glaubt – und zwar an ganz unterschiedliche Dinge: beispielsweise an die freie Meinungsäußerung, an sich selbst, an Gott, an eine tolerante Gesellschaft, an die Verbindung von Politik und Party, an den Zusammenhalt der schwul-lesbischen Community oder Menschheit, an eine faire Gesetzgebung, an ein weltoffenes Stuttgart, an freie Sexualität, an Emanzipation und, und, und. Die Liste lässt sich beliebig vorsetzen", so der CSD-Vorstand in einer Erklärung.
Die Evangelischen Allianz ist ein evangelikal ausgerichtetes Netzwerk von Kirchen und christlichen Organisationen. Ihr gehören nach eigenen Angaben weltweit 420 Millionen Christen an. In Deutschland sollen es 1,3 Millionen Mitglieder sein. (dk)
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» CSD Stuttgart















schon wieder so eine bande krimineller christen, die glaubt einen alleinvertretungsanspruch zu haben !
einfach widerlich diese fundamentalisten und wenn man den mitgliederzahlen glauben darf, höchst gefährlich !