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- 29. Februar 2008 1 Min.
Berlin (queer.de) - Die FDP fordert die Große Koalition auf, im Bundesrecht die Diskriminierung Schwuler und Lesben in der Eingetragenen Partnerschaft zu beenden. Der Bundestagsabgeordnete Michael Kauch erklärte, der liberale Einsatz in Niedersachsen habe gezeigt, dass auch in einer schwarz-gelben Koalition "bei einer starken FDP die Rechte von Schwulen und Lesben gut aufgehoben" sind. Die niedersächsische CDU/FDP-Koalition hat diese Woche beschlossen, Homo-Paare im Landesrecht nicht mehr gegenüber Hetero-Paaren zu diskriminieren (queer.de berichtete). Bislang hat nur das rot-grün regierte Bremen Eingetragene Lebenspartner mit Ehepaaren gleichgestellt (queer.de berichtete).
FDP macht Druck in Schleswig-Holstein
In den schleswig-holsteinischen Landtag hat die FDP einen Antrag auf Gleichbehandlung von verpartnerten Lesben und Schwulen mit Ehe-Paaren eingebracht. "Anders, als in Bremen wird in Schleswig-Holstein und in den übrigen Bundesländern beim Familienzuschlag und bei der Beamtenversorgung immer noch zwischen verheirateten Beamten und in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft lebenden Beamten unterschieden", erklärte der stellvertrende FDP-Fraktionschef Heiner Garg bei einer Rede im Landtag. "Diese Ungleichbehandlung wollen wir jetzt beseitigen - denn sie ist willkürlich und verstößt darüber hinaus gegen die EU-Gleichstellungsrichtline." Im nördlichsten Bundesland regiert eine Große Koalition unter Führung der CDU. (pm/dk)















So positiv ich das Vorgehen der FDP gegenwärtig in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und auf Bundesebene beurteile, bleibt doch die offene Achillesferse Baden-Württemberg, wo homosexuelle Paare immer noch zu den Landratsämtern geschickt werden. Wenn die FDP wirklich glaubwürdig sein will, muss sie auch in Stuttgart endlich sich bei diesem Thema durchsetzen.
Gelingt ihr dies nicht nur in Hannover sondern auch in Stuttgart und erfolgt dort ein Anpassungsgesetz und die landesweite Öffnung der Standesämter wird sie auch glaubwürdig für die Wahlentscheidung homosexueller WählerInnen. Homosexuelle Menschen schauen bei diesem Thema sehr genau hin.
Dies sind auch die massgeblichen Mitgründe, warum die FDP in Hamburg letztlich nicht den Einzug geschafft hat oder in Hessen es nicht für Schwarz/Gelb reicht, da die FDP als liberale Partei eine für sie entscheidende Wahlklientel in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt hat. Ein schwuler Vorsitzender Westerwelle bei der FDP macht keinen Sommer, wenn die Partei nicht ernsthaft in den Landesregierungen, wo sie auch Mitverantwortung trägt, homopolitisch handelt. Da haben es andere Parteien dann sehr leicht die "gesamte Community" abzuräumen und die Herzen homosexueller Wähler zu gewinnen. Herrn Kauch wünsche ich, dass er sich in Hannover, Stuttgart und Berlin mehr Gehör in der FDP verschaffen kann.