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https://queer.de/?8391
  • 05. März 2008 5 1 Min.

Burg (queer.de) - Das Verfahren gegen den Asylbewerber Nico Pehounde in Burg (Sachsen-Anhalt) wurde gestern ohne Auflagen eingestellt. Pehounde war angeklagt worden, weil er seine transsexuelle Frau, mit der er in einer Homo-Ehe lebt, in Berlin besucht hatte (queer.de berichtete).

Hintergrund: Anders als bei Ehen müssen Eingetragene Partnerschaften bei der Verteilung von Asylbewerbern nicht berücksichtigt werden. Pehounde war dem Jerichower Landkreis zugeteilt worden und darf dieses Gebiet nur mit besonderer Zustimmung verlassen. Ein Antrag auf "Urlaub", um seine Partnerin zu besuchen, hat das Ausländeramt dem aus Benin stammenden Mann verwehrt. Diese Praxis ist vom Lesben- und Schwulenverband als diskriminierend kritisiert worden.

Die Partnerin konnte nicht nach Burg ziehen, da sie ihre Ausbildung in Berlin nicht abbrechen wollte. Außerdem fürchtete sie in Sachsen-Anhalt wegen ihrer Transsexualität Übergriffe von Rechtsradikalen.

Pehounde erhält nun voraussichtlich eine befristete Aufenthaltsgenehmigung – damit erhält er auch Bewegungsfreiheit innerhalb Deutschlands. (dk)

-w-

#1 hwAnonym
  • 05.03.2008, 13:42h
  • die einstellung des verfahrens für die beiden ist schön.
    die einstellung außenstehender mit der perspektive des hilfs-scheriffs ist unschön.
    ein positives verfahrensende wäre natürlich noch schöner.
    treffen in berlin sind wahrscheinlich immer schöner,
    als treffen in burg bei magdeburg.
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#2 FloAnonym
  • 05.03.2008, 14:35h
  • "Anders als bei Ehen müssen Eingetragene Partnerschaften bei der Verteilung von Asylbewerbern nicht berücksichtigt werden. Pehounde war dem Jerichower Landkreis zugeteilt worden und darf dieses Gebiet nur mit besonderer Zustimmung verlassen."

    Das sind ja ähnlich strenge Auflagen wie bei Kriminellen, die auf Bewährung rausgelassen werden...

    Das zeigt wieder mal, wie diskriminierend die eingetragene Partnerschaft ist und dass nur eine Öffnung der Ehe endlich einen Schlussstrich darunter ziehen kann.

    Schade nur, dass außer den Grünen und der Linkspartei keine andere Partei die Ehe öffnen will. SPD und FDP wollen weiter an der Ehe 2. Klasse rumdoktern und die CDU/CSU will am liebsten selbst diese wieder abschaffen... Nagut, wenn außer den Grünen und der Linkspartei keine andere Partei unsere Stimmen haben will, sollten sie sie auch nicht bekommen. Wenn wir da alle an einem Strang ziehen würden, würden die das deutlich merken und innerhalb kürzester Zeit wäre die Ehe geöffnet...
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#3 handwerkerAnonym
  • 05.03.2008, 19:14h
  • Sehr gutes und wichtiges Urteil - Hoffentlich mit Signalwirkung!
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