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  • 07. März 2008 31 2 Min.

London (queer.de) - Einem junger schwuler Iraner, dessen Asylantrag in Großbritannien abgelehnt wurde, soll in sein Heimatland zurückgeschickt werden. Der jetzt 19-jährige Mehdi Kazemi befindet sich zur Zeit in niederländischer Abschiebehaft.

Er war 2004 nach London gekommen, um Englisch zu studieren. Dort hat er dann erfahren, dass zu Hause sein Freund verhaftet und wegen Homosexualität angeklagt worden war. Er ist inzwischen schuldig gesprochen und gehängt worden.

Kazemis Asylantrag ist in England abgelehnt worden, woraufhin er illegal nach Holland flüchtete. Hier entscheidet ein Berufungsgericht darüber, ob er nach Großbritannien abgeschoben werden soll. Die britischen Behörden würden ihn dann voraussichtlich weiter in den Iran abschieben.

Die Londoner Tageszeitung "The Independent" hat Kazemis Kampf um Asyl nun eine Titelgeschichte gewidmet. Hier appelliert der 19-Jährige an Innenministerin Jaqui Smith: "Die iranischen Behörden haben herausgefunden, dass ich homosexuell bin und suchen mich. Ich kann nicht ändern, wer ich bin. Ich werde den Rest meines Lebens so sein. Ich wurde so geboren, aber im Iran kann ich meine Gefühle nicht ausdrücken. Wenn ich zurückkehre, werde ich festgenommen und hingerichtet werden, genauso wie mein früherer Freund".

Ein Sprecher des britischen Innenministeriums wollte den Fall nicht direkt kommentieren. Er sagte aber, dass jeder das Recht habe, gegen eine unbegründete Ablehnung des Asylantrags in Berufung zu gehen.

40 Europaabgeordnete haben inzwischen in einer gemeinsamen Erklärung an die britische Regierung appelliert, keine Schwulen und Lesben in den Iran abzuschieben.

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind seit der Machtübernahme der Mullahs im Jahre 1979 mindestens 4.000 Menschen wegen Homosexualität hingerichtet worden. (dk)

-w-

#1 SuperweiserAnonym
  • 07.03.2008, 13:44h
  • Ich kann gar nicht so viel...
    Na, ihr wisst schon.
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#2 hw Anonym
  • 07.03.2008, 15:07h
  • paßt irgendwie auch:

    www.golem.de/0802/57436.html

    in beiden fällen gilt eigentlich die traurigkeit
    über die wirksamkeit der zynischen symbolpolitik.
    zum einen durch die betreiber, menschenrechtsfragen
    zur durchsetzung ihrer machtausweitung zu instrumentalisieren. zum anderen ertappte ich mich bei dem gedanken, ach die vom europa-dingens machen ja schon was. hoffentlich klappt es.

    natürlich kann ich meinen bundestagsabgeordneten in beiden fällen bitten, als parlamentarier in europa auch in meinem interesse tätig zu werden. von wegen europäische verfassung und so. mich interessiert dann schon, wie die verfassugswirklichkeit aussieht,
    und wie die wo gelebt wird.
    was meinen bischöfe ?
    hat da jemand zugang ?
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#3 FloAnonym
  • 07.03.2008, 15:29h
  • Jeder in Europa weiß, dass Schwule in diesem Barbarenstaat hingerichtet werden. Ich verstehe nicht, wie man dann einen Schwulen abschieben kann...

    Das zeigt wieder mal, dass wir nach wie vor Menschen 2. Klasse sind und noch viel Arbeit und Kampf vor uns liegt, eh wir endlich gleichgestellt sind.
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