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  • 11. März 2008 62 2 Min.

Bremen (queer.de) - Ein Bremer Kulturzentrum hat den Mietvertrag mit dem evangelischen Jugendkongress "Christival" gekündigt, weil dort ein Seminar zur "Heilung" von Homosexuellen angeboten werden sollte. Das Seminar ist nach erheblichem Druck inzwischen abgesagt worden (queer.de berichtete).

Wie die "taz" berichtet, droht dem Kulturzentrum Schlachthof nun eventuell eine Schadenersatzforderung der Christival-Veranstalter. Derzeit verhandeln die Anwälte beider Parteien um eine Beilegung des Konflikts.

Christival distanziert sich nicht vom Hass auf Schwule

"Wir haben hier regelmäßig schwullesbische Partys, das geht nicht", erklärte Veranstaltungskoordinator Jörg Lochmon. Er bedauerte, dass der Schlachthof vor dem Vertragsabschluss nicht geprüft habe, was hinter Christival steckt. "Das war wohl etwas naiv", so Lochmon. Auch die Absage des Seminars ändere nichts. Schließlich habe sich Christival nicht von den Thesen der "Homo-Heiler" distanziert. Außerdem trete ein Vertreter des Vereins "Wüstenstrom" auf, der Homosexualität als psychische Störung ansieht.

Das rot-grüne Bremen öffnet hingegen 50 Schulen als Schlafstätten für Christival-Teilnehmer. Außerdem finden in 80 Prozent der Seminare in innerstädtischen Schulen statt. "Wir haben uns eine Seminar-Liste vorlegen lassen, die war unverfänglich", erklärte ein Sprecher der Bildungsbehörde.

Demo gegen Festival geplant

Ein "antisexistisches Bündnis NoChristival" will am Eröffnungsabend von Christival am 30. April eine Demonstration organisieren. Protestiert wird neben der Homofeindlichkeit der Veranstalter gegen ein Seminar, das gegen Frauen polemisiert, die abgetrieben haben. Treffen des Bündnisses: donnerstags, 20 Uhr, im Paradox, Bernhardstraße 12. (pm/dk)

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-w-

#1 Alt 68'erAnonym
  • 11.03.2008, 14:15h
  • Kann man die Schlafsäle nicht irgendwie präparieren? So Stinkbomben meine ich. Nur fürchte ich, dass der heutigen Jugend nicht nur die entsprechenden Chemiekenntnisse, sondern auch der dazu gehörige Mut abgehen. Schade eigentlich...
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#2 SebiAnonym
  • 11.03.2008, 14:40h
  • Weder hat sich Christival von den Meinungen der "homoheilenden" Gehirnwäsche-Faschisten distanziert, noch diese ausgeladen.

    Dass Frau von der Leyen weiterhin Schirmherrin bleibt, wundert mich nicht - das ist eben das Menschenbild der CDU.

    Dass rot-grüne Verantwortliche Schulen (für die auch Schwule und Lesben Steuern zahlen) für dieses Treffen öffnen, ärgert mich schon deutlich mehr...

    Aber wenn jetzt auch noch die letzten aufrechten Menschen mit Rückgrat Strafen zahlen sollen, weil sie die Verbreitung solch rechten Gedankenguts nicht auch noch unterstützen wollen, lässt mich ernsthaft an unserem Rechtsstaat zweifeln...
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#3 wolfAnonym
  • 11.03.2008, 15:54h
  • es ist doch ungeheuerlich ! da wird der veranstalter nicht richtig überprüft, von der "schirmherrin" und fordert auch noch schadensersatz, nach dem man ihm auf die schliche gekommen ist ? der schlachthof kann nun wirklich nichts dafür.
    dann wird diese sektiererei auch noch mit 250.000 € steuermitteln unterstützt, eine frechheit sondergleichen.
    mich würde sehr die abrechnung interessieren, zumindest was so beim veranstalter "hängenbleibt" ?
    diese gesamte veranstaltung ist eine einzige schweinerei !
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