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London (queer.de) - Eine Gruppe von Exil-Irakern hat erklärt, dass es Video-Beweise erhalten habe, die zunehmende Angriffe auf Schwule, Lesben und Transsexuelle dokumentieren. "Iraqi LGBT" ruft die USA und Großbritannien auf, gegen die Menschenrechtsverletzungen vorzugehen.

Auf den Videos ist die Verhaftung und Erniedrigung von Menschen wegen ihrer sexuellen Ausrichtung zu sehen. Die Gewalt ginge insbesondere von der Polizei und der radikal-schiitischen Badr-Brigade aus, die einen islamischen Staat errichten will und dafür "sexuelle Säuberungen" durchführt.

Ali Hili, Gründer der Selbsthilfegruppe, erklärte gestern, dass das Video von Polizisten zum Spaß aufgenommen worden sei. Gegen ein Bestechungsgeld in Höhe von 200 US-Dollar hätte es aus dem Land geschmuggelt werden können. Hili fuhr fort, dass er den Kontakt zu den meisten Schwulen im Irak inzwischen verloren habe, weil Hilfseinrichtungen geschlossen werden mussten. "Von den wenigen, mit denen wir noch in Verbindung stehen, haben wir erfahren, dass sie alles verkaufen mussten, um unterzutauchen und so zu überleben", erklärte Hili.

"Iraqi LGBT" hat inzwischen 400 Fälle von Morden an Schwulen, Lesben und Transsexuellen durch schiitische Milizen nach dem Sturz von Saddam Hussein dokumentiert. (dk)

-w-

#1 handwerkerAnonym
  • 12.03.2008, 17:03h
  • Das ist schlimm. Nur wirklich dagegen etwas tun kann nur das Iranische volk selbst, denn ein Angriff von außen mit Militärischer Gewalt wäre grundsätzlich falsch.

    Erstens hätte auch die US-Armee ger nicht mehr die resourcen, um einen derartigen angriff überhaupt durchzuführen. es sei denn, sie bomben das ganze land mit DU-Munition kapputt, so wie im Krieg gegen den Irak oder in Jugoslawien 1995 und 1999. Die Spätfolgen sind heute schon erkennbar, an massiven zunahmen bei Leukämie.

    Oder sie versorgen den Iranischen widerstand mit Informationen und Finanziellen Mitteln, so das dieser mit der immer unzufriedener werdenden Bevölkerung eine friedliche revolution durchführen kann, wie einst beim Shah von Persien. Damals lag das aber nicht im interesse der USA, denn damals wurde der schah, der von den USA finanziert wurde, vertrieben, jedoch wehrt sich allmählich auch das iranische volk, denn die armut grassiert in dem land, die lebensmittelpreise und komischerweise auch die preise für kraftstoff explodieren gerade.
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#2 Fred/IsraelAnonym
  • 12.03.2008, 17:48h
  • 1: du hast mal wieder das thema verwechselt, hier geht es nicht um den iran und usa bashing, sondern darum:

    "Die Gewalt ginge insbesondere von der Polizei und der radikal-schiitischen Badr-Brigade aus, die einen islamischen Staat errichten will und dafür "sexuelle Säuberungen" durchführt."

    einfach mal lesen!
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#3 hwAnonym
  • 12.03.2008, 18:21h
  • @ fred

    zu dieser problematik äußert sich auch das cdu-mitglied jügen todenhöfer. aus seinem neuesten buch:

    “Das Traurige ist, dass die Öffentlichkeit auf die pinocchialen Manipulationen der Kriegstreiber immer wieder hereinfällt.
    (…)
    Ist die Antiterrorpolitik des Westens nicht gerade deshalb so erfolglos gewesen, weil sich die meisten Politiker nie ernsthaft mit dem Phänomen des Terrorismus beschäftgt haben?
    (…)
    Man kann Völker nicht ständig demütigen. Erst wenn wir die muslimischen Länder genauso fair behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen, werden wir den Terrorismus überwinden
    (…)
    Nichts fördert den Terrorismus mehr als die Antiterrorkriege des Westens. Die muslimischen Länder müssen ihre Probleme mit dem radikalen Islamismus selbst lösen
    (…)
    Westliche Kampftruppen (und deutsche Tornados) haben im Irak, in Afghanistan oder in Somalia nichts verloren.”

    ich denke es geht aller meisten cdu-wählern so.
    außer michel friedman zum beispiel.

    de.wikipedia.org/wiki/Todenh%C3%B6fer
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