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  • 12. März 2008 11 2 Min.

Den Haag (queer.de) - Der Oberste Gerichtshof der Niederlande hat gestern endgültig den Asylantrag eines Iraners abgelehnt, den in seinem Heimatland wegen Homosexualität die Todesstrafe erwartet. Mehdi Kazemi sitzt derzeit in Abschiebehaft – er soll nach Großbritannien geflogen werden, wo sein Asylantrag bereits zuvor abgelehnt worden war. Von dort aus könnte er nach Teheran abgeschoben werden.

Kazemis Rechtsanwalt will nun beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof gegen die Abschiebung aus den Niederlanden vorgehen. Der Parlamentsabgeordnete Boris van der Ham von der liberalen Partei D66 hat in einer Anfrage an das Justizministerium darum gebeten, Kazemi doch noch Asyl in den Niederlanden zu ermöglichen – oder an die britische Regierung zu appellieren, den 19-Jährigen nicht in den Iran abzuschieben. Bis zu einer Antwort wird Kazemi voraussichtlich in den Niederlanden bleiben.

Großbritannien: Keine Gefahr im Iran für "diskrete" Schwule

Das britische Innenministerium hatte zuvor erklärt, dass schwule Iraner in ihr Heimatland zurückgeschickt werden könnten, da sie nicht exekutiert werden würden, wenn sie sich "diskret" verhielten.

Kazemi war 2004 nach Großbritannien gekommen, um Englisch zu studieren. Dort erfuhr der Jugendliche, dass sein Freund wegen Homosexualität verhaftet und hingerichtet wurde. Auch gegen ihn liege nun ein Haftbefehl vor, erklärte der in Teheran lebende Onkel Kazemis gegenüber dem amerikanischen Nachrichtensender CNN.

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen haben die Mullahs seit ihrer Machtübernahme 1979 mindestens 4.000 Menschen wegen ihrer Homosexualität hinrichten lassen. (dk)

-w-

#1 FloAnonym
  • 12.03.2008, 15:43h
  • "Das britische Innenministerium hatte zuvor erklärt, dass schwule Iraner in ihr Heimatland zurückgeschickt werden könnten, da sie nicht exekutiert werden würden, wenn sie sich "diskret" verhielten.
    "

    Genau wie im dritten Reich:
    nach dem Motto "Ihr seid ja selbst schuld, wenn man Euch schnappt. Ihr könnt Euch ja Euer Leben lang verstecken...

    "Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen haben die Mullahs seit ihrer Machtübernahme 1979 mindestens 4.000 Menschen wegen ihrer Homosexualität hinrichten lassen."

    Für die britische Regierung ist der Fall wohl klar: diese 4000 haben nicht "diskret" genug gelebt...

    Und das soll eine EU der Menschenrechte sein?
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#2 hwAnonym
  • 12.03.2008, 15:56h
  • kann man da keine lösung finden ?
    vielleicht könnte er ja für einen geheimdienst arbeiten.
    solche zwichenlösungen gibt es zum beispiel bei
    palästinensern in israel.

    der bekannte schwule israelische aktivist
    yoay sivan berichtete letztes jahr gegenüder dem
    economist: "Israel’s liberalism is more selective than its politicians make out. Over the past 12 years some 60 gay Palestinians have asked the Aguda for help getting asylum because their lives are in danger back home....Israel does give asylum to Palestinians whose lives are at risk—for collaborating with Israel’s Shin Bet intelligence service. And sometimes the Shin Bet blackmails gay Palestinians into working for it by threatening to expose them—as does Palestinian intelligence, for that matter. So Palestinians known to be gay are invariably suspected of being collaborators too—which puts them in even greater danger..."

    www.economist.com/world/africa/displaystory.cfm?story_id=930
    4285
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#3 hwAnonym