Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?8442
  • 14. März 2008 7 2 Min.

Querétaro (queer.de) - In der mexikanischen Stadt Querétaro hat es bereits am letzten Freitag eine Hetzjagd auf jugendliche Emo-Fans gegeben. Laut verschiedenen Berichten haben bis zu 1.000 Fans anderer Jugendkulturen den öffentlichen Treffpunkt der örtlichen Emo-Szene gestürmt und vier Personen verletzt. 28 Personen wurden festgenommen, darunter 22 Minderjährige. Die Meute bestand der Zeitung "La Crónica de Hoy" zufolge vor allem aus Heavy-Metall-Fans, aber auch aus Skatern, Punks und Alternative-Hörern.

Die Regierung äußerte dem Bericht zufolge Besorgnis, da Fans anderer Musikrichtungen immer wieder im Internet zu Angriffen auf Emos aufrufen. Diese seien schwul und würfen ein schlechtes Image auf Mexiko und die Jugend des Landes. Von dem Hass auf Emos zeugt das Blog "Movimiento Anti Emosexual", dass neben Videos der Randale ganze Hasstiraden gegen Emo-Boys bietet. Auch Emo-feindliche Songs stehen zum Download bereit.

In den letzten Jahren hat sich die Emo-Bewegung mit ihrem eigenen Kleidungsstil rasant auf der Welt verbreitet, wobei vor allem der Style mehr übergreifenden Einfluss hat als die offiziell als Emo abgestempelte Musik. Die dem Indie- und Alternative-Bereich verwandte Szene gilt dabei gegenüber Schwulen und Lesben als aufgeschlossen, viele Teenager erleben heute eher dort ihr Coming-out als in der schwulen Szene. Davon zeugt auch das homoerotische Blog "The Fall Out Boys", benannt nach der Gruppe Fall Out Boy, einer der bekanntesten Vertreter des eher kommerziellen Arms des Genres. Deren Bassist und Songschreiber gilt seit langem als mindestens bisexuell. (nb)

#1 Josh~Anonym
  • 14.03.2008, 22:17h
  • Ich hoffe ein paar von den Emos beherzigen den Rat, den Kirk Read einst an dieser Stelle gab: "Wir brauchen mehr Bilder von homosexuellen jungen Leuten, die den Menschen den Mist aus ihren Köpfen rausprügeln! Schluss mit verdrießlichen, depressiven Vorbildern! Wenn wir der Jugend wirklich etwas Sinnvolles mitgeben wollen, dann wie man ordentlich zuschlägt."
  • Direktlink »
#2 BjörnAnonym
  • 15.03.2008, 14:37h
  • "Emos". Süß, womit die Kinder heutzutage so alles spielen. Hatte ich noch nie von gehört, was mal wieder zeigt, wie irrelevant Jugendkultur inzwischen für die allgemeine Kulturentwicklung geworden ist. Und wie wenig man sich dafür zu interessieren braucht. Auch wo etwa die Grenzen zwischen "Indie" und "Alternative" zu "Emo" liegen und wie sich die Beziehungen zu "Trance" oder weiß der Geier was gestalten. (Bin ich froh, daß aus schwulem Sex keine Kinder hervorgehen können.) LOL
  • Direktlink »
#3 LukeAnonym
  • 15.03.2008, 17:25h
  • "...Diese seien schwul und würfen ein schlechtes Image auf Mexiko und die Jugend des Landes."

    Ist klar, offene, sinnlose Gewalt von irgendwelchen Jugendgruppen gegen andere Jugendgruppen wirft natürlich ein lupenreines Licht auf Mexikos Jugend. Haben die in Mexiko tatsächlich keine anderen Probleme, dass man da scheinbar geistig verwirrte Jugendliche aufeinander hetzen muss? Also als ich von Kalifornien aus mal ein paar Tage nach Mexiko rüber bin, habe ich da wesentlich Gravierenderes gesehen. Aber scheinbar muss man die Jugend von der unfähigen Politik ablenken, in dem man sie aufeinander hetzt. Gewalt als politisches Ablenkungsmanöver, das ist arm!!!!
  • Direktlink »