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- 18. März 2008 1 Min.
London (queer.de) - Der britische Homoaktivist Peter Tatchell hat in einem Interview mit der BBC den Iran mit Nazi-Deutschland verglichen. "Jeder Schwule und jede Lesbe im Iran muss heute mit der Angst leben, dass es nachts an die Tür klopft. Das ist so wie bei den Juden in Nazi-Deutschland. Das ist die Angst, die existiert."
Tatchell war eingeladen, um eine Analyse zum Fall des iranischen Teenagers Mehdi Kazemi abzugeben, der derzeit von der Abschiebung bedroht ist. Die britischen Behörden hatten zuvor seinen Asylantrag abgelehnt und behauptet, Homosexuellen im Iran würde nichts geschehen, wenn sie sich diskret verhalten würden. Nach vielen Medienberichten wird der Fall nun noch einmal neu geprüft.
Tatchell meinte in Bezug auf eine frühere Äußerung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad, in seinem Land gäbe es keine Homosexuellen: "Wenn es wahr wäre, dass es keine Homosexualität im Iran gibt, wieso wird im iranischen Strafrecht diese Sexualität als Verbrechen eingeordnet, die mit dem Tode bestraft wird? Das ist doch ganz offensichtlich absurd. Und natürlich gibt es keine einzige offen homosexuelle Person im Iran, weil du sonst verhaftet, ins Gefängnis geworfen, bis zu einem Geständnis gefoltert und dann öffentlich hingerichtet wirst." (cw)
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