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Kommentare zu:
Heftige Kritik an Antidiskriminierungsstelle


#1 gerdAnonym
  • 18.03.2008, 11:53h
  • Ich protestiere schärfstens gegen den Auftritt von Kardinal Lehmann als Gastredner der Antidiskriminierungsstelle.

    Gerade die katholischen Kirchenleitung haben es homosexuelle Paare in den vergangenen Jahrhunderten und Jahrzehnten zu verdanken, dass sie getötet, diffamiert, ausgegrenzt und diskriminiert wurden.

    Herr Lehmann ist mir in keinster Weise in den vergangenen Jahren darin aufgefallen, dass er sich zum Wohle homosexueller Paare geäußert hat. Kardinal Zollitsch mit seinem interessanten Interview im Spiegel hätte ich gegebenfalls noch verstanden.

    Während die evangelische Kirchenleitung der EKD im vergangenen Jahrzehnt einen anderen Weg als die katholische Kirchenleitung gegangen ist und beispielsweise das Lebenspartnerschaftsinstitut mit ihrem Grundsatzschreiben "Verantwortung und Verlässlichkeit" unterstützt hat, wurde von der katholischen Kirchenleitung Fundamentalopposition gemacht. Erstmals Robert Zollitsch hat einen Funken an Liberaliät in seinem Spiegelartikel erkennen lassen. Das habe ich bei Herrn Lehmann bisher nicht gehört.
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#2 homorechteAnonym
#3 themightyatroposAnonym
#4 blumen-freundAnonym
  • 18.03.2008, 13:10h
  • kurz zu kardinal lehmann:

    er hat sich in der vergangenheit sehr wohl positiv zu schwulen und lesben geäußert.
    ich kann mich erinnern, dass er in einem fernseh-interview, kurz bevor er zum konklave (papstwahl) antrat, sagte, er sei der meinung, ein neuer papst müsse die haltung der katholischen kirche gegenüber homosexuellen grundlegend überdenken.

    kardinal lehmann ist so liberal, wie man es als katholischer würdenträger maximal sein kann. nicht ganz so liberal, wie wir uns das vorstellen würden, aber auch bei weitem nicht so konservativ wie seine amtskollegen.
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#5 FloAnonym
  • 18.03.2008, 13:18h
  • Auch wenn Herr Lehmann sicher zu den gemäßigteren Kräften in diesem Verein zählt, so hat doch gerade die katholische Kirche in Deutschland (und er war nun mal Leiter der Bischofskonferenz in Deutschland zu dieser Zeit) dafür gesorgt, dass wir ein AGG bekommen, dass den Namen nicht verdient, da es der Kirche explizit weiterhin die Diskriminierung von Schwulen und Lesben erlaubt!!

    Vor diesem Hintergrund ist es eine schamlose Beleidigung gerade einen katholischen Geistlichen dort die Eröffnungsrede halten zu lassen!! Nicht nur, dass die katholische Kirche uns ganz offiziell diskriminieren darf, jetzt sollen wir auch noch verhöhnt werden und ins Gesicht gespuckt werden...
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#6 wolfAnonym
  • 18.03.2008, 14:33h
  • was fällt dieser frau dr. köppen eigentlich ein. das ganze ist doch wohl ein witz !
    oder sind wir schon wieder so unterwandert ?
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#7 ElleAnonym
  • 18.03.2008, 15:33h
  • Jetzt wird mir so Einiges klar:
    "Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat Martina Köppen (CDU) in ihr Amt eingeführt. Köppen war bis zur Übernahme ihrer neuen Aufgabe für den Bereich Europa im Kommissariat der deutschen Bischöfe, Katholisches Büro in Berlin, zuständig. Martina Köppen soll mit ihrer unabhängig arbeitenden ADS eine Ansprechpartnerin für alle Benachteiligten und Diskriminierten sein, mithin sich im Sinne des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG) dafür einsetzen, dass Lesben und Schwule nicht diskriminiert werden."

    Angesichts dieser Aktion und der vorherigen Aufgabe von Frau Köppen drängen sich ernsthafte Zweifel auf, ob Frau Köppen wirklich so unabhängig und für diese Stelle geeignet ist. Nachdem das CDU-dominierte Familienministerium sehr lange gebraucht hat, um eine Antidiskriminierungsstelle einzurichten, versucht es anscheinend nun mit der Berufung entsprechender Personen das AGG (welches eine Antidiskriminierungsstelle vorschreibt) mit uneffizienter Arbeit zu unterwandern.

    Wenn das EU-Kommissar Spidla mitkriegt....
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#8 wolfAnonym
  • 18.03.2008, 16:23h
  • @ elle
    danke für deinen hinweis, war meine vermutung doch richtig !
    dieser kath. eliteklüngel probiert es immer wieder, mit allen mitteln, einfluss zu gewinnen .
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#9 GerdwsAnonym
  • 18.03.2008, 18:54h
  • Es gab schon Anfang 2007 gewisse Proteste seitens der Schwulenbewegung gegen diese Frau. Aber, man hat erst einmal abgewartet.

    Jetzt ist genau das eingetreten, was man damals befürchtet hatte: Durch die Hintertür werden jetzt katholische Moralvorstellungen in dieses sogenannte "Antidiskriminierungsbüro" eingeführt.

    Lehmann ist, was Schwule und Lesben betrifft, alles andere als liberal. Er hat immer, ohne Ausnahme, das nachgeplappert, was der Schwulenhasser Joseph Ratzinger vorgegeben hat. Dafür durfte er noch im letzten Augenblick Kardinal werden, wofür Lehmann gar nicht lange genug bei der Ernennung auf dem Petersplatz die Hände von Ratzinger lecken konnte.

    Gegen diese sogenannte "Antidiskriminierungsstelle" muss es jetzt eine erhebliche Protestaktion seitens der Schwulenverbände geben!!!
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#10 GerdwsAnonym
  • 18.03.2008, 19:30h
  • Ich muss mich dahingehend berichtigen, als dass Lehmann unter Papst Johannes Paul II. Kardinal geworden ist.
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#11 manni2Anonym
#12 remixbebAnonym
  • 19.03.2008, 08:00h
  • Lustiger Zufall. Habe gerade erst jetzt den Artikel gelesen. Und gestern Abend habe ich einen Brief an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewandt, weil ich Fragen bezüglich des AGG und Tendenzbetrieben (konfessionelle Träger) habe. Ich selbst bin "offen" schwul lebend und Sozialarbeiter von Beruf. Mit der Kirche habe ich schon ne Ewigkeit nichts mehr am Hut. Wegen dem Beruf bin aber erstmal in diesem Verein geblieben. Langsam wird es mir aber doch zu viel und ich möchte ernsthaft austreten. Die Frage für mich war nun: Ist es mit dem AGG / den Menschenrechten vereinbar, wenn ich aufgrund meiner sexuellen Orientierung und der Haltung der kath. Kirche dazu aus derselben austrete und dann als Sozialarbeiter meine berulichen Chancen dadurch enorm reduziert sind?

    Wenn ich aber nun das hier lese, erwarte ich davon nicht allzu viel. Kann mir da jemand etwas genaueres zu sagen?Es kann doch nicht sein, dass wir (schwule Sozialarbeiter, Krankenpfleger usw. *lol*) das einfach so hinnehmen...
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