Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?8459
  • 19. März 2008 6 2 Min.

Der R.E.M.-Sänger spricht erstmals über sein Schwulsein: "Ich dachte, es wäre ziemlich offensichtlich"

Von Carsten Weidemann

In einem Interview mit dem US-Magazin "Spin" hat R.E.M.-Sänger Michael Stipe erstmals über seine Homosexualität gesprochen. "Es war superkompliziert für mich in den Achtzigern. Ich war total offen mit der Band, meiner Familie, meinen Freunden und sicherlich mit den Leuten, mit denen ich geschlafen habe", sagte er. Damals habe er nicht gesehen, dass ein Outing anderen helfen könnte. "Aber jetzt sehe ich natürlich ein, dass das der Fall ist."

Stipe könne sich allerdings nicht erklären, weshalb seine sexuelle Orientierung nicht schon früher ein Thema war. "Ich dachte, es wäre ziemlich offensichtlich."

Eine große Enthüllung war das Bekenntnis denn auch nicht wirklich. Bereits im Mai 2001 bezeichnete sich Stipe im "Time Magazine" als "Queer Artist". Auch Queer.de hat den R.E.M.-Sänger in früheren Berichten stets "offen schwul" genannt. Entsprechend trocken vielen einige Pressekommentare aus: "Nachdem die großen Erfolge der Band R.E.M. schon etwas zurückliegen, muss sich Frontmann Michael Stipe offenbar wieder ins Gespräch bringen und outet sich als homosexuell", kommentierte die Schweizer Tageszeitung "20 Minuten".

Michael Stipe ist Gründungsmitglied, Sänger und kreativer Kopf der US-amerikanischen Alternative-Rock-Band R.E.M. Innerhalb weniger Jahre brachte es die Formation zu Ruhm in der Independent-Szene und war eine der ersten Bands, die ebenfalls großen Erfolg im Mainstream hatte. Neben seiner musikalischen Karriere engagiert sich Michael Stipe auch sozial und politisch und betätigt sich künstlerisch. Er ist Mitinhaber der Filmproduktionsfirma Single Cell Pictures, die unter anderem die Kinofilme "Velvet Goldmine", "Being John Malkovich" und "American Movie" produzierte.

19. März 2008

#1 SaschaAnonym
  • 19.03.2008, 11:22h
  • Tja, so alt muss manch ein schwuler Mann auch heute noch werden, um offiziell "out" zu sein...

    Es stellt sich die Frage, wie man als öffentliche Person seine Identität über so lange Zeit so erfolgreich "nicht offiziell" werden lassen kann. Ohne ein sehr penibles - und aus meiner Sicht: krankes -Versteckspiel ist das kaum denkbar.

    Denn für Hetero-Promis scheint es ganz selbstverständlich zu sein, sich auch schon in sehr jungen Jahren mit ihren jeweiligen, häufig monatlich wechselnden Partnerinnen und weiblichen (!) "Dates" in der Öffentlichkeit zu zeigen, ohne dass sie selbst (oder irgend jemand sonst) dies als übertriebene Zurschaustellung ihrer sexuellen Identität diskreditieren würden..

    Erst wenn sich an diesem kollektiven Syndrom "falscher Zurückhaltung", oder besser: pathologischer Selbstverleugung, gerade in der Öffentlichkeit, bei Homo-Männern selbst etwas ändert, kann wirkliche Gleichberechtigung überhaupt in greifbare Nähe rücken.
  • Direktlink »
#2 MarkHBAnonym
  • 19.03.2008, 14:00h
  • *lach*

    Mir war beim lesen des ersten Absatzes schon fast klar, dass darunter ein entsprechender Kommentar von 'Sascha' zu finden sein würde.

    Du nölst mal wieder an einer Stelle rum, an der es nichts zu nölen gibt. Da lebt jemand seit Jahren offen schwul - und Du weinst trotzdem rum. In diesem Fall, weil er keine Pressekonferenz einberufen hat in der er ganz explizit darauf hinweist schwul zu sein? Ich habe mich auch nie richtig geoutet. Trotzdem weiß es jeder und jeder lädt mich mit meinem Kerlchen ein. Um ein besserer Schwuler zu werden sollte ich mich vielleicht in Zukunft überall als schwul vorstellen? Oder sollte man sich freuen ganz normal leben zu können?

    Lächerlich!

    Trümmertanten wie Du sind es, die jeden Schritt nach vorne zu einem halben werden lassen.
  • Direktlink »
#3 stfAnonym
  • 19.03.2008, 22:50h
  • Michael Stipe spricht also jetzt "erstmals" über seine Homosexualität. Was waren dann bitte die Interviews in Attitude und Butt-Magazine?
    Ist das jetzt einfach nur schlechte Recherche oder gilt's erst wenn es nicht nur in dezidiert schwulen Printmedien steht.

    Micheal Stipe muß sich ins Gespräch bringen, weil die großen Erfolge von R.E.M. schon zu weit zurückliegen? Schön abstruser Einfall liebe schweizer TAZ. Man denke nur an all die anderen Publictiy Stunts die sich Micheal Stipe geleistet hat. Moment mal, gab ja nie welche. Hm, vielleicht aber nur vielleicht gibt man im Vorfeld einer Veröffentlichung ja vermehrt Interviews und vielleicht werden da auch Fragen gestellt.

    @sascha
    Themenverfehlung. 6 .Setzten.
  • Direktlink »