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- 19. März 2008 1 Min.
Zehdenick (queer.de) - Der jamaikanische Hass-Sänger Bounty Killer versucht seine Kritiker einzuschüchtern. Sowohl der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) als auch der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck bekamen Post von Rechtsanwalt Ronny Schulz aus Zehdenick, der den Konzertveranstalter Alwin Heim von der Firma Pakercom vertritt.
In dem Fax des Anwalts an den LSVD heißt es: "Wir sind daher zur Vermeidung einer einstweiligen Anordnung gehalten, Sie aufzufordern, es ab sofort zu unterlassen, zu behaupten, dass von den Auftritten des o.g. Künstlers die Gefahr einer Verletzung der §§ 111 und 130 des StGB ausgeht."
Der Anwalt versicherte, dass es im Rahmen der Deutschland-Tournee zu Bounty Killer "zu keiner Aufführung von Liedern kommen wird, die (…) insbesondere zur Gewalt gegen Schwule und andere Personengruppen auffordern". Diese "Problematik" sei mit dem Künstler ausdrücklich besprochen worden.
In seinem Antwort-Fax bekräftigte Volker Beck seine Forderung nach einem Auftrittsverbot: "Ich meine, dass in unserem Land kein Künstler auftreten soll, der in Deutschland auf Mordaufrufe eventuell großzügig verzichtet, aber andernorts oder in anderen Medien diese weiter verbreitet. Soviel Solidarität mit den in Jamaika verfolgten, drangsalierten und ermordeten Homosexuellen dürfen Sie getrost voraussetzen." (cw)
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