Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?8467

Drei Konzerte des homophoben Reggae-Stars im Mai in Dortmund, Stuttgart und München geplant

Von Carsten Weidemann

In diesem Frühjahr scheint es jamaikanische Hass-Sänger geradezu magisch nach Deutschland zu ziehen. Nachdem die angekündigten Konzerte von Bounty Killer seit Tagen für heftige Proteste sorgen, wurde jetzt bekannt, dass auch sein nicht minder homophober Kollege Sizzla im Mai in der Bundesrepublik auftreten will.

Nach Angaben der Konzertagentur Contour Music soll der Reggae- und Dancehall-Artist am 19. Mai in die Dortmunder Live Station, am 22. Mai ins Stuttgarter Zapata und am 23. Mai ins Münchner Backstage kommen. Das Backstage ist auch der geplante Veranstaltungsort für das Bounty-Killer-Konzert.

Sizzla singt in einem populären Lied unter anderem: "Verbrennt die Männer, die Sex mit Männern haben." Er wiederholte in Interviews stets, dass er sich nicht für seine Texte entschuldigen werde, sondern dass Schwule sich bei Gott für ihre Sünden entschuldigen müssten. Anders als Bounty Killer hat er sich im Juni 2007 allerdings zusammen mit seinen Kollegen Beenie Man und Capleton schriftlich verpflichtet, nicht mehr zur Gewalt gegen Schwule aufzurufen (queer.de berichtete). Zuvor waren mehrere seiner Konzerte weltweit abgesagt worden.

Nachdem er die Erklärung unterschrieben hatte, durfte Sizzla sogleich im Juli 2007 beim Kölner Summerjam-Festival auftreten (queer.de berichtete). Zwei Jahre zuvor hatten die Veranstalter den bereits gebuchten Reggae-Sänger noch ausgeladen, weil er wiederholt die Ermordung von Schwulen und Lesben propagiert hatte.

In Kanada dagegen wurde noch im vergangenen Oktober zwei Konzerte von Sizzla und Elephant Man im kanadischen Toronto abgesagt (queer.de berichtete). "Künstler haben das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber die Anwesenheit von Sizzla und Elephant Man kann als Lizenz zur Gewaltausübung gegen Minderheiten gewertet werden", argumentierte Akim Larcher, Gründer des Bündnisses "Stop Murder Music Canada", das heftig gegen die Konzerte protestiert hatte. Zwar hatten die Musiker erklärt, sie würden homofeindliche Lieder nicht in Kanada spielen. Allerdings, so erklärte Larcher, verkauften sie weiterhin ungeniert Alben, in denen sie zum Mord an Schwulen aufriefen.

Seine Haltung gegenüber Schwulen hat Sizzla denn auch trotz seiner schriftlichen Erklärung nicht wirklich geändert. In einer Pressekonferenz nach dem Summerjam Festival 2007 in Köln sagte er wörtlich: "Gründest du eine Familie, erweist du deiner Mutter Respekt. Gehst du zu anderen Männern, ziehst du ihr Ansehen in den Schmutz." Und weiter: "Ein Mann muss sich entscheiden, ob er ein Stück Dreck sein will oder ein stolzer Mann – so einfach ist das."

20. März 2008

-w-

-w-

-w-

#1 wolfAnonym
  • 20.03.2008, 06:32h
  • wo er recht hat hat er recht !!!!
    männern mit diesem stolz, sollte man solange in der hintern treten, bis sie eventuell was begriffen haben ! nämlich, dass sie mit ihrer menschenverachtenden einstellung ein stück dreck sind !
    wieso müssen wir uns in europa diesen geistigen dünnschiss antun ?
  • Direktlink »
#2 KLaus und MrkoAnonym
  • 20.03.2008, 09:43h
  • solchen "künstlern" die zum morden von lesben und schwule aufrufen, sollte vom gesetzesgeber gleich an der einreise nach deutschland gehindert werden. natürlich ändert man zwar damit nicht die probleme in der herkunftsländern der so genannten künstler, aber man macht ihnen deutlich, dass sie mit dieser lebenseinstellung probleme bekommen werden! die verweigerte einreisepraxis sollte dann auf alle weiteren staaten ausgeweitet werden, wo dikriminierung von schwulen und lesben unter strafe steht! vielleicht wachen dann endlich die hassverbreitenden "künstler" auf und setzen ihr hirn zum nachdenken ein! solche leute haben auf den bühnen nichts zu suchen! wir begrüßen den gestellten antrag von volker beck, bounty killer die einreise nach deutschland zu verbieten, gleiches sollte auch für alle weitern bekannten hassliedsänger gelten! die regelung solche künstler in deutschland auftreten zu lassen, wenn sie sich verpflichten in ihren programmen in deutschland auf texte zu verzichten indem zu gewalt aufgerufen wird finden wir nicht in ordnung, weil das auch wenig hilfreich ist! den nach ende der tournee gehen die hasslieder weiter und mit dem verdienten geld in deutschland werden weitere texte mit gewaltverherlichenden inhalten erworben oder auf platten gepresst!
  • Direktlink »
#3 planlosAnonym
  • 20.03.2008, 11:27h
  • und was ist mit den ganzen deutsch rappern und ihren hasstexten?? warum dreht ihr gegen die nicht so durch wie gegen die jamaicaner?? wo sind die strafanzeigen gegen fler,bushido,kiz,sido usw????? warum verbietet ihr die nicht,die auf deutsch in deutschland über euch herziehen !! die 0,5 % die in dtl patwa verstehen gehehn danach sicherlich nicht auf den csd und fangen an wahllos menschne umzubirngen!!!!!
  • Direktlink »