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  • 20. März 2008 8 2 Min.

Zürich (queer.de) - Das Schweizer Bundesamt für Migration will einen schwulen Mann aus Kamerun in seine Heimat abschieben. Dort drohen ihm wegen seiner Homosexualität Haft und Misshandlungen.

Der 18-jährige Anatole Z. reiste am 3. Februar 2008 aus Kamerun in die Schweiz ein und beantragte am Flughafen Zürich Asyl, da man ihn aufgrund seiner sexuellen Orientierung bedroht hatte. In Kamerun soll Z. seinen Angaben zufolge Drohungen von der Polizei erhalten haben, zuerst in der Hauptstadt Yaounde und dann in Douala, wo er sich zu seinem Schutz bei seinem Cousin aufhielt. Sein Cousin wurde später unter dem Verdacht der Homosexualität von der Polizei festgenommen, schließlich wurde auch für Anatole Z. wurde mit derselben Begründung ein Haftbefehl ausgestellt. Um der Festnahme zu entgehen, floh Z. in die Schweiz. Sein Asylantrag wurde jedoch am 14. Februar 2008 abgelehnt.

Das Kameruner Strafgesetz kriminalisiert Homosexualität. In Abschnitt 347 heißt es darin: "Wer sexuelle Beziehung mit einer Person gleichen Geschlechts unterhält, wird mit Haftstrafen von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft und muss eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 bis 200 000 Francs (etwas 30,50 bis 305 Euro) zahlen."

Amnesty international weiß von mindestens elf Männern, die zwischen dem 19. Juli und 1. September 2007 in Kamerun unter dem Vorwurf der "Ausübung der Homosexualität" festgenommen wurden und betrachtet sie als gewaltlose politische Gefangene. Berichten zufolge werden Personen, die sich in Kamerun aufgrund ihrer angeblichen sexuellen Orientierung in Haft befinden, häufig zum Ziel von Misshandlungen.

Um die Abschiebung von Z. zu verhindern, ruft amnesty international dazu auf, E-Mails, Telefaxe oder Briefe an das Schweizer Bundesamt für Migration zu schicken:

Dr. Eduard Gnesa
Direktor des Bundesamts für Migration
Quellenweg 6
CH – 3003 Bern-Wabern
Schweiz
(korrekte Anrede: Dear Dr Gnesa)
Telefax: (0041) 31 325 86 82
E-Mail: eduard.gnesa@bfm.admin.ch

-w-

#1 grad mal reingeschaut..Anonym
  • 20.03.2008, 09:33h
  • DORT drohen ihm wegen seiner Homosexualität Haft und Misshandlungen...Und da gibts noch viele, viele andere Länder...

    Vor kurzem hab ich von einem Iraner gelesen dem in Deutschland ebenfalls eine Abschiebung droht...
    auch für Ihn soll sich eingesetzt werden...selbstverständlich...wie auch für alle anderen....

    scheinbar denkt aber mehr als die halbe Welt eben anders über Homosexualität wie unsere Gesellschaft..., was mich zu der Frage bringt:

    "Was gibt uns überhaupt das Recht der Welt sagen
    zu können, das Ihr Verhalten gegenüber Homosexuellen DORT falsch ist...?" Scheinbar befürwortet ja meist ein
    großer Teil der Bevölkerung dieser Länder eine negative Haltung gegenüber Homos...
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#2 MarkHBAnonym
  • 20.03.2008, 12:48h
  • Was uns das Recht dazu gibt?

    Die Erkenntnis, dass jeder Mensch das Recht hat sein Leben so zu leben wie
    er es für richtig hält - solange er mit seinem Verhalten oder / und Orientierung
    niemanden in seinen Rechten einschränkt.

    Dieses Recht hat uneingeschränkt für ALLE Menschen ÜBERALL auf der
    Welt Gültigkeit.

    Ganz einfach.
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#3 Re:grad mal reingeschautAnonym
  • 20.03.2008, 13:30h
  • Deine Begründung und Gedanken sind bestenfalls
    Gleichgültigkeit anderen Menschen gegenüber und
    schlimmstenfalls gefährlich.
    Es geht natürlich primär um Schwule aber die
    Ansichten, d.h. Menschen sollten alle gleich behandelt
    werden etc. sollten glaub ich schon für ALLE LÄNDER gelten.
    Oder hast du auch nichts dagegen wenn in irgendeinem
    Land wieder die Sklaverei eingeführt wird?Who cares?
    Ich natürlich,denn Gleichgültigkeit ist genauso schlimm!
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