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- 22. März 2008 1 Min.
Berlin (queer.de) - Die Bundesregierung sieht keinen akuten Reformbedarf zur Gleichbehandlung von Ehepaaren und gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern im Adoptionsrecht. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.
Darin erklärt die Bundesregierung weiter, dass die gemeinsame Adoption durch homosexuelle Lebenspartner "solide" und "sozialwissenschaftlich" diskutiert werden müsse, weswegen das Bundesjustizministerium die Situation von Kindern in Lebenspartnerschaften untersuchen lasse. Da man die Ergebnisse abwarten wolle, sei mit einer Gesetzesänderung in dieser Legislaturperiode nicht mehr zu rechnen.
Dennoch wird das Europäische Adoptionsabkommen nach Einschätzung der Bundesregierung voraussichtlich dieses Jahr überarbeitet.
In einer weiteren Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion äußert sich die Regierung zu der Aufforderung der Europäischen Kommission, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nachzubessern. Dazu fänden zurzeit Abstimmungen unter den Bundesressorts statt, heißt es. Allerdings könne man nach "derzeitigem Beratungsstand" keinen Nachbesserungsbedarf erkennen.
Brüssel habe der Regierung eine Frist bis 1. April gesetzt, ein Kommissionsschreiben vom 31. Januar dieses Jahres zu beantworten. (pm)
Links zum Thema:
» Antwort der Bundesregierung zum Thema Adoption
» Antwort der Bundesregierung zum Thema AGG












Es geht jetzt nur noch ums Kindeswohl, dass im Falle eines Todesfalls das Kind nicht auch noch das andere Elternteil und die gewohnte Umgebung verliert.
Die Union stellt das immer so dar, als ginge es dabei um Homopolitik, aber in erster Linie geht es ums Kindeswohl.
Aber die CDU/CSU sieht Kinder wohl lieber im Heim oder auf der Straße als in einer homosexuellen Familie...
2. Wieviele Studien soll es denn noch geben? Bisher sind alle unabhängigen und wissenschaftlich durchgeführten Studien (egal ob aus Psychologie, Soziologie oder Medizin) einstimmig zum Ergebnis gekommen, dass Kinder in homosexuellen Familien genauso gut aufwachsen wie in heterosexuellen.
Sogar die eher zurückhaltend agierende Vereinigung amerikanischer Psychologen plädiert dringend dafür, dass solche Tabus zum Kindeswohl fallengelassen werden.
Aber sowohl beim Adoptionsrecht als auch bei den von der EU geforderten Nachbesserungen beim AGG ist klar, dass es das mit der Union in der Regierung nicht geben wird...